• Prosa

    With a little help from my friends.

    Ich weiß noch, wir sind im Auto gesessen und haben die Beatles gehört. Es ist nicht die Musik unserer Generation, wir hören sie trotzdem. Wir kennen die Lieder von unseren Eltern, sie schätzten sie nie so sehr wie wir. Deine Finger trommeln leise am Lenkrad mit, du wusstest nicht, dass es eine Twist&Shout Version von den Beatles gibt. Ich erzähle dir,dass John Lennon das Lied mit Heiserkeit eingesungen hat und deshalb seine Stimme tiefer klang. Es interessiert dich nur mäßig,du singst lieber falsch mit. Wir sind unterwegs, irgendwo hin und ich wünschte, dieses unterwegs sein endet nie. Long and windy road könnten wir hören, aber es würde uns zu melancholisch…

  • Allgemein,  Prosa

    Bermudadreieck.

    Es ist wieder einer dieser Tage. Dieser Tag, wo man die Augen nicht mehr aufmachen will, im Bett liegen bleiben, die Arme über den Kopf verschränken und in dieses Bermudadreieck aus Armen, Kopf und Kissen weinen möchte. Wenn ich die Augen aufmache, bist du genauso wenig da wie die Tage zuvor. Du bist woanders, nicht weit weg von mir, und doch unerreichbar. Ich mag die Augen, nicht mehr aufmachen. Ich will mir nicht mehr darüber Gedanken machen, wo du jetzt bist, wenn du nicht da bist. Ich mag, dass du hier neben mir auf der rechten Seite liegst, schlafend, in deiner schlafenden Zuversicht, dass morgen auch noch ein Tag ist,…

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  • Prosa

    Weg.

    Seit dem 15. bist du weg. Du bist einfach gegangen, hast nicht gefragt, ob ich das will. Du bist weg. Da liegt noch deine Zahnbürste, diese Eventualitäten-Zahnbürste, die du nie mehr wieder anrühren wirst. Die liegt da im Bad, neben dem Staub, der mehr wird, aber vielleicht bist du das, das neben dem Staub. Oder wie der Staub am Bahnhof, den man nicht sieht, weil Bahnhöfe nie mit Staub verbunden werden. Bahnhöfe verbindet man mit Abschied und Ankommen, mit Gehen und Wiederkommen, mit Kälte und Wind und Laufen und Koffer in die Hacken bekommen. Ich verbinde Bahnhofe mit Nie-mehr-Wiedersehen, mit der Endgültigkeit, mit dem Weggehen, mit dem Nicht-mehr-Ankommen-Können, mit dem…

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  • Allgemein

    Projekt [txt]: Mucksmäuschenstill.

    Ich habe da diesen einen Traum, kennst du das, wenn du einen Traum immer wieder träumst, so wie diesen einen Traum, den alle haben, diesen einen vom Fallen in die Tiefe. Meiner ist genauso. In meinem Traum kommt ein glatzköpfiger Mann vor. Nie klein, nicht groß, nicht dünn, nicht dick. Er fällt nicht auf, bis auf diese Glatze. Ich bin in meinem Traum ein Kind, weißt du? Ich sitze in meinem Traum in meiner alten Klasse in der Grundschule, wie immer zweite Reihe ganz rechts außen, damit ich nicht soviel aus dem Fenster schauen kann, weil ich dann immer die Züge beobachte, mit denen ich immer mitfahren will. Jetzt schaue…

  • Filmrezensionen,  Reviews

    Review: holz erde fleisch.

    holz erde fleisch ist ein Dokumentarfilm der bereits im Juni in kleineren Programmkinos zu sehen war und von drei Bauern handelt, die jeweils einen Bereich des Titels brachial, manchmal mit ein wenig bäuerlicher Romantik personifiziert darstellen. Höchst unangenehm beginnt der Film mit einer selten da gewesenen Stille, die das Schlachten eines Schafes mit dem Schlagbolzen und dem Ausbluten des Tieres zeigt. Wenig geschont wird bereits hier verdeutlicht, welche Grundmotive der Film beherbergen soll, wie hart und unbeugsam manch Mensch in der Landwirtschaft zu arbeiten hat. Herbert Lang, der für das Fleisch in der Dokumentation steht, zeigt eine zerrissene und breitgefächerte Persönlichkeit, die vom schwierigen Verhältnis zum Vater und zum komplizierten…

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  • In eigener Sache

    In eigener Sache :: neue Pfade

    Das ganze Jahr beschreite ich schon neue Pfade und wälze mächtig herum, was herumgewälzt gehört. Alles, was recht ist, aber manchmal muss man weiter links gehen. Folgende Umstellungen sind nun per September fix: // Umzug, Auszug, Einzug Ich bin via Mai umgezogen, zurück ins Grün, weil mir Ruhe bekanntlich am besten tut und meinen Kopf genug Inspiration liefert.  Ich mach es mir auf 80 qm nun ganz bequem und habe viele neue Möbel und eine neue wunderbare Küche und das meiste ist nun in meinen Lieblingsfarben gestrichen. Meine Wohnung sieht nun aus wie mein Blog und das finde ich ganz und gar grandios. Für jeden der mal ein paar Tage…

  • Allgemein,  Projekt [txt]

    [txt] Dein Lächeln, ich weiß.

    Du machst kaputt, was mich eventuell zerstört baust Türme an der See für harte Zeiten was weiß ich, was dir so viel daran liegt in manchen Augenblicken find’ ich Schlüssel zu Schlössern, die du alleine kennst alles macht immer nur dein Lächeln, ich weiß. Wir sind nicht alt, eigentlich nicht erwachsen, nur Teenager, die die Zeit vergessen haben ich hab gesehen, woran dir so viel liegt erzählst du mir Geschichten, sind es neue oder alte, was weiß ich, haben alle neuen Anstrich alles erweckt immer nur dein Lächeln, ich weiß. Du fliehst, wenn du kannst, und bleibst doch kannst das Leben ohne Kinder und großem Haus lebst dein Nomandenleben, woran…

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  • Allgemein,  napowrimo

    Windende Möwen. //napowrimo 16.23

    halb im schlaf, halb im morgen enttäuscht wie Möwen sich am winden an dir, um dir, so manche Monde totenbleiche in kalten himmeln halb im kommen, halb im gehen jäger hat die zeit genug dein anlitz wird man mir noch eines tages lustlos rauben halb im zweifeln, halb im treffen erschaudert jede weitere Nacht leicht dein leben, leicht den leib bitterschwer gehirn und kopf

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  • In eigener Sache

    Liebster Award.

    Es freut mich natürlich sehr, dass ich von der lieben Felicitas Sturm zum “Liebster Award” nominiert wurde und im Rahmen dessen ein paar Fragen beantworten darf und auch selbst welche kreieren darf. Das ist superb, besonders im Hinblick darauf, ein paar Menschen weiterzuempfehlen. Kurzum möchte ich aber nochvorab in Kurzform die Regeln vorstellen: 1. beantworte die 11 Fragen der Person, die dich nominiert hat 2. verlinke die Person, die dich nominiert hat 3. nominiere deinerseits Blogs, die weniger als 200 Follower haben (oder solche die wirklich grandios sind!) 4. stelle diesen Personen, 11 neue Fragen   Diese Fragen wurden mir zu Teil und ich möchte sie im Folgenden beantworten: 1.…

  • Allgemein,  Poetik

    Ängstliche Wunder.

    Wie soll man da mithalten können bei all der Lebensfreude und genauso lachen können bei den ganzen Selbstzweifeln die Häuser mit Glück anschmieren wenn man angeschmiert ist und leicht sein wie eine Taube bei der ganzen Schwerfälligkeit Wie soll man da mithalten können bei den ganzen Erinnerungen und sich ganz tief in dich spuren bei den ganzen Striemen und bei dir bleiben ganz und gar bei der ganzen Angst und Küsse ins Gesicht stempeln wenn man abgestempelt ist Wie soll man da mithalten können bei dem ganzen erlebten Mist und gut genug sein für dich wenn alles so leer ist alles in Grund und Boden lachen wenn meine Welt bereits…

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