• Allgemein,  Projekt [Sterbenswörtchen]

    [Sterbenswörtchen]: Jennifer Düing.

    Wer sind die großartigen Autor/-innen, die hie und da ein Sterbenswörtchen verlieren? Mein Gast für den Monat April ist Jennifer Düing, vielen bekannt als @nachtblau und @goldmomente von Twitter. Jennifer bezeichnet sich selbst als Poesietwitterin und mag Kultur, Ballett und kleine, wunderbare, subtile Dinge. Zurzeit arbeitet Jennifer beim Festspielhaus Baden-Baden als Internetmanagerin – der Kunst den Vorrang gegeben, ist Jennifer aber ebenso eine grandiose Sozialarbeiterin mit viel Herz.  Ihr derzeitiges Projekt Postkartenautorin liegt ihr sehr am Herzen – schon bald wird es ein Poesie-Postkarten-Abo geben. Menschen, die so sehr am Leben hängen, so viele Farben finden für all die Dinge, die man später schmerzlich vermisst, für den täglichen Optimismus, den…

    Kommentare deaktiviert für [Sterbenswörtchen]: Jennifer Düing.
  • Poetik

    Optionen der Zukunft.

    Man sucht die Hoffnung in der Rubrik einer Zeitung und durchkämmt den Anzeigenmarkt man trinkt Romane zu Kuchen und Abendbrot und zwischen den Zeilen findet sich nichts Adäquates. Zwischen Weiß und Rot muss die Liebe liegen oder was Ähnliches so sucht man sie vergeblich am roten Meer zwischen Salz und Jammer alte vergilbte Bücher die davon wussten. Wir waren dort bei den Optionen der Zukunft und sprangen beinahe von den Klippen zwischen den Häuserschluchten und den Kanälen im Grau der Stadt gefunden als gäbe es uns nicht. Du sprachst von Hoffnung als Kind der Wut und über all die enttäuschten Minuten, die Stunden betrogen Dein Seuzfen erklang in der Meeresbucht…

    Kommentare deaktiviert für Optionen der Zukunft.
  • Poetik

    Alternativentwurf.

    Vielleicht nicht so sein und heiraten, Haus bauen, Kinder kriegen oder einen Baum pflanzen. Vielleicht anders sein, und sechs Kinder kriegen, ein altes Haus kaufen, aufs Land ziehen, wilde Ehe pflegen und einen ganzen Wald ansäen. Bücher lesen, Tee trinken und abwarten, mit dir die Nächte zerdiskutieren die Morgengrauen vertreiben oder sich beeilen, nur Zeitschriften lesen und Kaffee runterleeren, sich auf Fakenews betten und sich permanent den Wecker stellen. Dich im Meer suchen, untergehen, in deinen Metaphern tauchen, dir auf die Zehen treten und Fische im Ozean verschlingen oder dich in der Luft finden, hinauffliegen, in deinen Offensichtlichkeiten schweben, dir die Hände geben und die Vögel in der Luft braten.…

  • Projekt [Sterbenswörtchen]

    Projekt [Sterbenswörtchen]: Sarah Riedeberger

    Das Projekt [Sterbenswörtchen] lädt jeweils einen Autor/eine Autorin ein, Fragen über den Tod und über das Leben zu beantworten. Die Autorin Sarah Riedeberger macht den Anfang. Sarah beschäftigt sich seit Jahren mit dem Tod und ist eine Expertin zu diesem Thema. Auf ihrer Seite “Wir sind noch immer hier” schreibt Sarah sehr viel zum Sterben und Abschied nehmen.  Hier gehts zum Interview! Was bedeutet Tod für dein Schreiben? Alles. Früher war eine Art „Todessehnsucht“ ausschlaggebend. Heute ist meine Auseinandersetzung mit dem Tod schon eher verwandt mit einer Lebenssehnsucht. Und nicht grundlos sind die Sätze „Ich schreibe dir den Tod zu Füßen“ und „Der Tod spielt hier die Muse“, seit einer…

  • Allgemein,  Projekt [txt]

    [txt] Trübungen.

    “Vielleicht ist das alles gar nicht so”, sagst du mir, “man kann nämlich statistisch gesehen mehr Pech haben als andere.” Ich frag dich, ob du schon mal darüber nachgedacht hast, dass es in Englisch kein Pech gibt, sondern bloß “bad luck”, also schlechtes Glück. “Ja stimmt”, entgegnest du, “und manchmal stell ich mir die Frage, wenn ich bei meinem Stammlokal vorbei geh und all die vergessen Überreste von glücklichen Männern an der Bar sitzen sehe, wo sitzen die femininen Kontraparts dazu?” Das mit den Kontraparts ist eine schwierige Sache, hab ich dir entgegnet und manchmal bleibt einem nichts anders als die Mittelmäßigkeit zu hassen, sagst dann wiederum du. So ist…

    Kommentare deaktiviert für [txt] Trübungen.
  • Allgemein,  Prosa

    Some birds need blankets.

    The heartbeat danced these days like nobody was watching, clouds did the same, the weather was cold and clear and she came across a mountain, after she passed a long path in the middle of a withered valley with lots of sheers and a broad shore at its beginning. Everything around was lush and leavy, but the peak of the hill was grey, edged and cragged, at the first glance it looked like a august sovereign, but then its frostiness overtook all the gentle glays. She could not think anything, she was overwhelmed of this rare beauty and she hoped not a lot of people gathered around there in the…

    Kommentare deaktiviert für Some birds need blankets.
  • Allgemein,  In eigener Sache

    Kafka on the books. Oder: Die wunderbaren Bestrebungen und Pläne für 2016.

    Ein neues Jahr ist angebrochen und damit sind viele neue Ideen und Pläne im Kopf entstanden. Vorsätze waren noch nichts für mich, aber Bestrebungen und Pläne liebe ich!  Deswegen habe ich mir Gedanken gemacht, was ich dieses Jahr unbedingt machen möchte und vóila, ein paar Punkte konnte ich doch notieren: //get my thing done 2015 war ein schwieriges Jahr für mich (beruflich, als auch privat) und ich habe es nicht geschafft, neben meiner Vollerwerbstätigkeit meine Masterarbeit zum Thema “Jungen mit niedrigem  sozioökonomischen Hintergrund und die Abhängigkeit der Lesekompetenz von Mediennutzung und -sozialisierung” abzuschließen. Meine Menstudies will ich unbedingt dieses Jahr fertigstellen und die Challenge zum Mastertitel antreten und mir natürlich…

    Kommentare deaktiviert für Kafka on the books. Oder: Die wunderbaren Bestrebungen und Pläne für 2016.
  • Allgemein,  Poetik

    Worte aus Stein.

    Graue glasige Augen im Stimmenmeer der Suchenden Blick auf Blick Geklirre auf Gelächter wir könnten sein im Nebel innen wie außen. Süße Gedanken umspielen den Mund und zieren unser Selbst. „Wirst du, wirst du, wirst du – für mich sein?“ Trauer in den Rotwein gepackt und Beine so schwer wie schwere Mahlzeiten des Lebens. Lass uns Sterne riechen und verbrennen unsere Kehle mit viel zu kühnen Worten „Wirf mein Wort entzwei wirf es auf den Tisch aus Stein“ Lippenmusik und Ohrentanz im zwischenmenschlichen Schein Morgen war noch nie heute aber bald, bald wird es sein. Bildquelle: pixabay

  • Allgemein,  Poetik

    Wenn du mich fragst.

    Wenn du mich fragst, dann ist die Seele zwischen dem Magen der Lunge und dem Herz. Wenn du mich fragst, dann kommt – wahrscheinlich – das ganze Bauchweh nicht ständig vom Vermissen – schon auch – aber doch zumeist vom Seelenschmerz. Wenn du mich fragst, dann zieht sich das Herz stetig deswegen nur permanent zusammen, weil die Seele boxt, haut und strampelt. Wenn du mich fragst, dann bleibt einem so oft die Luft weg und die Lunge sticht, weil die Seele atmen lässt. Als hättest du mich je gefragt.

  • Allgemein,  Projekt [txt]

    Projekt *txt // Acht Takte Vertrauen

    Irgendwann einmal zieh ich der Welt den Stecker und endlich ist alles still dann hör ich mich das Blut pulsiert in meinen Adern der Zeit mein Atem wird die Stadt erschaudern ein Vakuum an Gedanken lass ich frei mach die Vorhänge auf meine Atemzüge stolpern an meinem Sein ich gebe acht Takte mir zu vertrauen in der Melodie der Selbstakzeptanz wasche mir die Farbe der Selbstpanzerung ab und werde mit meinen Gedanken an der Hand durch die Nacht schlendern an das Meer laufen, weil ich keine Angst verspür.   Mehr als acht Zeilen finden sich auf der Beitragsseite für das Wort Acht, welche als Projekt *txt von Dominik Leitner gesammelt…

    Kommentare deaktiviert für Projekt *txt // Acht Takte Vertrauen