• Poetik

    Wir. Winter.

    Ein wenig gebrannter Winter der nach Mandeln schmeckt wir vom Schnee verbrannt wie gebrannte Kinder Schneeflocken wie Aceton die sich in dir einbrennen Bedeutung für mich ich will dir Kälte schreiben und Hitze sein Bedeutung für dich ich will dir eine Vorlage sein und immer wieder nachlegen Bedeutung für einen Ort Zuhause sagst du ich weiß es nicht Tatenvolumen runtersetzen weniger Elan Rechenschaft ablegen aber schreibend Playlists erstellen oder Wunschzettel oder Pläne in Burgen verkriechen oder Theorien wer weiß das schon   Bildnachweis

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    Projekt [txt]: Mucksmäuschenstill.

    Ich habe da diesen einen Traum, kennst du das, wenn du einen Traum immer wieder träumst, so wie diesen einen Traum, den alle haben, diesen einen vom Fallen in die Tiefe. Meiner ist genauso. In meinem Traum kommt ein glatzköpfiger Mann vor. Nie klein, nicht groß, nicht dünn, nicht dick. Er fällt nicht auf, bis auf diese Glatze. Ich bin in meinem Traum ein Kind, weißt du? Ich sitze in meinem Traum in meiner alten Klasse in der Grundschule, wie immer zweite Reihe ganz rechts außen, damit ich nicht soviel aus dem Fenster schauen kann, weil ich dann immer die Züge beobachte, mit denen ich immer mitfahren will. Jetzt schaue…

  • Poetik

    Zimtwind.

    Du stehst inmitten eines Zimtwindes und strahlst wie eine Sonne aus Pfeffer Luftpostbriefe muss man dir schreiben in einer Schrift aus Blütenhonig dich will man tanzen bis Mehlstaub über die Erde zieht goldene Vögel stehen am Firmament und ziehen silberne Kreise und dein Zimtwind wirbelt dir näher kommen wollen und dich hermeneutisch streicheln bis du schwarzer Zucker bist deine Fuße treten in das Meer von Verzweiflungstaten Versagen schmeckt immer süß so wie Zimtwinde und nach etwas grünem Kardamom   Bildnachweis

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    Etüden für ein Wunder.

    Stell´ den Salzstreuer über den Pefferstreuer und umgekehrt pflanz´doch Worte ein oder Briefe pack mir ein Wunder ein und gib’s mir mit auf die Reise verbau mir alles mit Sicherheiten und links und rechts zählen wir Leberflecke zeigen Narben schmieren sie als hässliche Bilder an die Wand nimm einen Bleistift streich doch die Ängste durch aus deinem Leben greif ich mir die Gedichte und die Ungewissheiten doppelter Wortwert bei Herzverzehrung Planbruchstellen eingeschlossen am Leben drehen wie am Lautsprecherknopf was fragst du mich ob wir Lieder oder Liebe hören. BILDQUELLE

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    Wenn du mich fragst.

    Wenn du mich fragst, dann ist die Seele zwischen dem Magen der Lunge und dem Herz. Wenn du mich fragst, dann kommt – wahrscheinlich – das ganze Bauchweh nicht ständig vom Vermissen – schon auch – aber doch zumeist vom Seelenschmerz. Wenn du mich fragst, dann zieht sich das Herz stetig deswegen nur permanent zusammen, weil die Seele boxt, haut und strampelt. Wenn du mich fragst, dann bleibt einem so oft die Luft weg und die Lunge sticht, weil die Seele atmen lässt. Als hättest du mich je gefragt.

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    Plagen.

    Mich durch dich plagen Wort für Wort und mich suchen in dir und deinen Texten weil ich irgendwo sein muss bestimmt weil ich immer war mindestens ein Wort in deiner linken Hand oder ein Gedanke in deinem Füller oder die Inspiration in deiner Tinte ich war doch immer die bunte Vorlage für weißes Papier und meine Haut dein Gedankennotizzettel immer der Staubfunke auf der Tastatur das erste Wort im Schreibdokument ich will mich suchen in dir du suchst dich doch auch in mir.

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    Schlafpositionen.

    Wie im suchrätsel horizontal suchen wir einander dunkelheit schweigend arm in arm aufeinander die gefahr nähert sich verdunklungsmoment bei all den lichten worten decken drücken wie die schweren gedanken einschlafzeit mit den augenli(e)dern fass mich hart schlaf, mensch.

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    Zuckersüßes Meersalz.

    Tag für Tag im lindgrünensüßen Taumel du mit deinen Frühlingsgefühlen und Zehen in den Ohren dabei das zuckersüße Meersalz Tag für Tag im pechschwarzgrantiger Verfassung ich mit meinen Herbstgefühlen und das Herz im Kopf anbei die sauersalzig Himbeerwolken Tag für Tag im dunkelblaulieblichen Zustand wir mit unseren Sommergefühlen und die Lippen auf den Körpern darunter ein zartbitterer Schokoladensand.

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    Höhensatz.

    dampfender übelriechender mief im letzten stockwerk des alten ehrwürdigen lebens graue fenster mit halben stegen und türen ohne rahmen klingend bloß das grauen ein junge schrieb rot auf blatt papier was alle ohnehin schon wussten schweigen ist nicht das grausamste. Neue gedanken kommen oft mit neuer höhe – dachte er. der schlaf hatte all die anderen schon hingerafft sie wissen mehr segelnd erklomm er neue tiefen.

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    Lass uns.

    Lass uns auf der Wahlscheibe des Lebens einmal unendlich dazu malen und dann einmal am Leben drehen bis wir aufgedreht das Glück und die Hoffnung angedreht. Lass uns im Bett der Möglichkeiten eine Kissenschlacht machen und auf- und abspringen bis wir ausgesprungen haben aber für den andren eingesprungen sind. Lass uns am Horizont der Sympathien einige Linien zeichnen und Optionen aufzeichnen bis wir uns darin dann einzeichnen weil wir uns im Leben gezeichnet haben. Lass uns auf den Wänden unserer Zukunft die Worte schreiben und dann sie solange lesen bis wir sie auch verstanden haben damit nichts mehr unverstanden bleibt.

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