• Projekt [txt]

    [txt] Nein.

    Eigentlich müsse sie es schon wissen, dass er immer “Nein” zu ihr sagen würde. Das “Nein” hat sich in seinen Augen festgekrallt, wie eine Katze in Todesangst, wenn sie droht von einer Klippe zu stürzen. Er hat Angst vor ihr, zeigt es ihr mit Gleichgültigkeit. Neben dem “Nein” steht immer ein “Du bist mir egal” im Regal. Seine Buchreihen sind voller Bücher mit Ablehnung gefüllt. Seine liebste Abteilung ist mittlerweile die “Literatur für etwaige Jobangebote im Ausland” geworden. Die präsentiert er ihr ganz gerne, Buch für Buch. Möglichkeiten in der Zukunft, die er so sieht, und wo man sich so als junger Mann in seinen anfänglichen Dreißigern so sehen kann.…

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  • Reviews

    [Review] Ihre beste Stunde

    Wie schreibt man eigentlich eine Geschichte, die historischen Kern haben soll, den Glamour von damals versprüht und doch gegenwärtige Gefühle ansprechen möchte? Eindeutig gelungen ist das Gemma Arterton, die für den Film “Ihre beste Stunde” vom Bond-Girl zur Filmautorin avancierte. Catrine Cole wird von Kriegswirren und Liebeslust nach London getrieben, wo sie mit dem Künstler Alice, welcher im spanischen Bürgerkrieg verwundet wurde, ein Leben in einem heruntergekommenen Atelier fristet. Alice möchte Catrine aufgrund von finanziellen Schwierigkeiten zurückschicken in das kleine Dorf, aus dem sie gekommen ist, doch sie beschließt zu handeln: Im Informationsministerium soll Cole offiziell als Sekretärin arbeiten, inoffiziell den “slob” (zu Deutsch: Schmalz) für Filme schreiben, um die…

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  • Projekt [Parablüh]

    #Standbild

    Als heutiger theoretischer Input diente mir Cornelia Travniceks Gedicht “Standbild”, welches mit “Der Koloss” von Sylvia Plath zusammenhängt. Während es bei Plaths Gedicht um ihren Vater geht, zu welchem sie kein gutes Verhältnis hatte, geht es bei Travniceks Gedicht um den “Vater Staat” und eine Ebene darüber. Meiner Meinung nach zeichnet sich das Gedicht vorrangig über das Erzählen von Stein und Statue aus. Ausgehend von den Statuen, die man “Ehrenmännern” errichtet, wird versucht zu das Gebilde eines Staates zu kritisieren. Dies sehe ich zu einem im Begriff “Altvordere” und dem Vers “Nichts, als eine Säule bist du” abgebildet – beides für mich ein Hinweis auf eine negative Konnotation. Ebenso werden…

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  • Projekt [Sterbenswörtchen]

    Projekt [Sterbenswörtchen]: Matthias G. Kreitner

    Wer sind die großartigen Autoren und Autorinnen, die die Welt Blick um Blick bereichern? Einer davon ist Matthias G. Kreitner und wohnt derzeit abwechselnd in Bremen und Wien. Matthias beschäftigt sich mit Theatertheorie und widmet sich viel seinen Inszenierungen. Daneben schreibt er auf seinem Blog erstgewesen theoretische Samplings, als auch Icareae, also Arbeitsthesen. Mehrfach wurde Matthias bereits veröffentlicht in Anthologien, als auch in Literaturzeitschriften. Mehr dazu kann man auf seinem Blog lesen. Matthias war so herzallerliebst und hat sich Gedanken über den Tod gemacht:   Was bedeutet Tod für dein Schreiben? Erstmal ist der Tod im Text Perspektive. Ich kann ihn ja mit meinem Schreiben nie erreichen und/oder adäquat beschreiben.…

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  • Filmrezensionen,  Reviews

    Review // Bauer unser

    Ein kritischer Blick wirft der Regisseur Robert Schabus auf die heimische Landwirtschaft. Bauern sollen schneller, ökonomischer und billiger produzieren. Der Film wirft die Frage nach dem Wert von Lebensmittel auf, die Patt-Situation zwischen dem Milchpreis und Mineralwasser, das teurer ist. Die Botschaft: So kann es nicht weitergehen. Heimische Bauern suchen ihr Heil in der Expansion ihrer Betriebe, ein Wettkampf um mehr Pachtgründe, mehr Technologie, mehr Gewinn. Aufhorchen lässt ein Bauer, der erzählt, dass er sogar etwas bezahlen muss, um seine Schweine liefern zu dürfen. Ein anderer wiederum spricht von einem glücklichen Leben der Hühner, wenn sie per 18 Stück auf einem Quadratmeter zusammen leben “dürfen”. Ein Interview mit Landwirtschaftsminister Andrä…

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  • Reviews

    review // Heimat in Großdeutschland – Teil 2

    Die lange Nacht der Museen bot die Möglichkeit, das Museum der Friedensgemeinde Erlauf zu besichtigen. Eine Dauerausstellung auf 250 Quadratmeter bietet Einblicke in die Heimat während es zu Großdeutschland gehörte, vor allen aber danach die Geschichte des Totalitarismus erzählt und zeitgleich versucht herauszufinden, was den Frieden ist und wie man ihn bewahren kann. In der langen Nacht der Museen waren Zeitzeugen geladen, die zum zweiten Weltkrieg befragt wurden. Den Teilnehmenden wurde schnell klar, dass jene Zeitzeugen, die den zweiten Weltkrieg wirklich bewusst miterlebt haben, eine kleine Minderheit sind und diese Generation im Prinzip schon ausgestorben ist. Die Zeitzeugen, die bei der langen Nacht der Museen geladen waren, waren noch sehr jung,…

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  • Filmrezensionen,  Reviews

    Review:: Heimat erlebt Großdeutschland.

    Eine Premiere der Filmdokumentation “Grein erlebt Großdeutschland” des historischen Vereins der Stadt Grein fand gestern im Stadtkino Grein statt. Die Filmemache Stefan Mandlmayr, Andreas Kastenhofer und Karl Hohensinner befragten in der Stadt Grein bereits in den 1990iger Jahren Zeitzeugen und lieferten eine wunderbare zeitgeschichtliche Dokumentation ab. Karl Hohensinner berichtet zuerst von den Problemen, die sich zunächst ergaben: Die Finanzierung des Filmes, die lange dauerte und man bei den Zeitzeugen am liebsten spitz formuliert hätte: “Also bitte bleiben sie gesund und sterben sie nicht gar vielleicht, bitte passen sie ihren körperlichen Verfall den Förderrichtlinien des Landes Oberösterreich an!” Eine gute Vorstellung erbrachte auch Robert Meyer (ich freue mich wahnsinnig, dass ich gestern…

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  • Allgemein,  Filmrezensionen,  Reviews

    Review :: Der Wert des Menschen // The measure of a man.

    Vor kurzem habe ich beschlossen, einige Reviews über Filme zu schreiben, die ich mir manchmal in einem kleinen Programmkino ansehe, da ich Filme liebe! Besonders jene, die der französischer und schwedischer Machart entspringen. Meine erste Review diesbezüglich ist der Film “Der Wert des Menschen” oder auch “The measure of a man” (so der englischsprachige Titel). “Der Wert des Menschen” zeichnet das Leben von Thierry (51) auf die Leinwand, welcher seit 20 Monaten arbeitlos ist und keine Arbeit findet, sich während der Suche immer wieder fragen muss, welche Prinzipien in der heutigen Arbeitswelt noch bestehen können und in wie weit Werte für den freien Markt verhandelbar sind. Der Film erzählt in…

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  • napowrimo

    //napowrimo 16.8

    Was keiner wollte und keiner gesagt haben will was keiner meinte und nie so gehabt haben wollte was keiner sagte und doch jeder meinen wollte was keiner wagte und doch ein jeder wollte was keiner redete und jeder wissen wollte was keiner wählte und jeder erhoffte war dann einer den niemand mehr wollte.

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  • Allgemein,  Poetik

    Lippenbekenntnisse.

    Lippen so schmal wie ein Schlussstrich erstreckt sich darauf ein Lineal wir messen Bekenntnisse an Unmut und Verrat. Füße so stramm gegen den Boden eins und zwei darauf ein Schritt wir treten die Wahrheit nach Belieben und Geschick. Rückkrater so verbogen wie ein Ast man wendet sich darauf ist Verlass wir reden von Versagen noch blind und voller Hass. Brüste so stolz geschwollen wie vor Zeiten die Fahnen darauf ist doch klar wir stoßen erneut den Weg vor uns frei für die einheitliche Schar. Hände so stark wie Stangen aus Eis halten darauf was nicht ist wie sie wir kennen das Ziel vor uns tot oder leblos – wir wollten…

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