• Projekt [txt]

    [txt] radikal

    Die Bausteine in ihrem Gesicht ordnen sich um wenn sie unbeobachtet ist ganz radikal traurig und mutlos ihre Mundwinkel sind Unteroffiziere die auf Kommando hören links zwo, drei, wirr Die Haare auf den Barrikaden schauen dazu noch nach nächtelangen Kämpfen aus ganz besiegt erschlagen und ausgeraubt ihre Hände sind Sternwunden die sich senken mürbe, klein, bedarft Die Zigaretten in der Visage sehen so nach rauchenden Blumenansteckern aus ganz tief wütend und rastlos ihre Augenhöhlen sind Minen die jederzeit explodieren Achtung, weg, jetzt   Bildnachweis.

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  • Projekt [txt]

    [txt] Lichtblick.

    Eine starke obsession exaltierte neigung oder zwangsstörung wärme zwischen den emotionalen kapillaren grausamkeit, gefühlt ein zeilenabstand der lichtblick und die volle wand namentlich dein kopf dein braun-grüner blick ein schwerwiegender vorwurf Vergangenheit im handgepäck ein unvorteilshaftes arragement wir, belastet und schwierig aber haarröhrchenwirkung und die ahnung von anfang, bürde, ende stadt – land – schluss mit dem antiquierten gehabe und deiner zweigeteiltheit zwischen klippen und kanten ein wort, ein ton, die leere verwaschene gespräche mit wasserfarbener sprache und die einsicht dann die aussicht dass dann endlich schluss.     Bildnachweis.

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  • Poetik

    Lyricboy.

    Du bist das Licht zwischen den Häuserzeilen die Temperatur zwischen meinen Beinen das Fadenscheinige im Soprankoloratur hab dich verkostet ausstudiert alle deine Farben im Spätherbst ausprobiert dich auf Leinwände geschmissen und auf Papier gedruckt dazwischen Bleistifte verwüstet und geblockt ausgeschrieben weggetrieben dich vor meiner Wortgewalt zwischen Satz und Frage Punkt und Strick angedockt du bist Herbstnacht ins Mark gesunken dich verstrickt befehligt, verwüstet in Notizen festgekettet dich laufen lassen und mit Tinte eingefangen hie und da da verläufst du dich in einem wortgetränkten Tau.   Bildnachweis.

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  • Poetik

    Lächerlichkeitstode.

    Wir kleben zusammen wie loses Papier meine Verbindungsanfrage war zu komplex die hast du nicht verarbeiten können möglicherweise waren da zuviele Via-Stationen es kostet schon extrem viel Mut dir den sozialen Lächerlichkeitstod zu ersparen meine Kassen klingen nicht mehr ich hab da ein Loch dass du mir rausreißt wenn du sagst du gehst du gehörst auch nicht an das lose Meer aber ich bin lieber kaputt als getrennt von deinem Trotteldasein und kleb mich zusammen mit Kleister aus Tee     Bildnachweis.

  • Projekt [txt]

    [txt] abgehen.

    Hast du etwas Zeit mein Kompass zeigt nur mehr deine Richtung ich hab meine Orientierung längst schon veloren die Sonne geht mittlerweile schon im Westen auf aber was weiß man schon wenn deine Köpfe doppelt denken Ich brauch deinen moralischen Kompass die Tage nochmal und du sagst mir den hab ich verlegt gehen wir ihn suchen und da reichen keine paar Tage das dauert länger gemeinsam oder so Und schau ich durch Rotweingläserränder dann sag ich mir alles was du kannst ist mir abgehen und das schweig ich mir zwischen die kaputten Kniekehlen Nordsüdgefälle zwischen uns.   Bildnachweis.

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  • Poetik

    Alternativprogramm.

    in zwei, drei Museen gehen oder unsere Geister zählen Chutney, Marmelade kochen und zur emotionalen Befreiung ein,zwei gute Folgen unserer Lieblingsserie sehen die Praterallee auf und ab marschieren und das laub zertanzen den Sturm begrüßen und vier, fünf Gläser trinken Suppe kochen, letzte Strahlen zählen und sieben, acht Sommersprossen verschwinden sehen erste weiße Haare zählen und Hügel mit Schritten verformen neun, zehn Fotos machen vielleicht auch raus zu den Seelenlosen gehen auf jeden Fall neue Bücherläden gucken ein Dutzend Tee in sich hineinfüllen und sich in den Armen statt in den Haaren liegen     Bildnachweis.

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  • Poetik

    Shorties.

    1 // In mir boxt ein scheiß verdammtes Lied zwischen Wirbeln und Rippen Als ob es das schon länger gibt komm mit mir zum Abgrund 2// Und ich sag dir die Hölle da unten ist auch bunt oder fliegen wir ins Firmament wie zwei Silbermöwen siehs als leises Kompliment 3// Ich bin unentwegt traurig, die Nacht legt sich zu mir wenn es dunkelblau ist Und doch – jeden Morgen lässt sie mich allein. 4// Ich hab alte Fotos von dir gerade angesehen, du bist mehr geworden, nicht unbedingt für mich. Wir haben uns aneinander abgearbeitet. 5// Als wär es wichtig dass man mit sich selbst etwas mehr im Einklang steht…

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  • Allgemein,  Projekt [Parablüh]

    #Grand View Paliano

    Grand View Paliano beschreibt ein weiteres Gedicht von Cornelia Travnicek. Das dazu passende Gedicht von Sylvia Plath ist Watercoulours of Grantchester Meadows. Grantchester meadows beschreibt eine wunderschöne Gegend bei Cambridge und wurde ebenso Gegenstand eines gleichnamigen Liedes von Pink Floyd. Im Gedicht kommen wieder viele Tiere vor, wie etwa Frühlingslämmer, Spitzmäuse, Vögel, Schwäne, Kühe, Wasseratten und Ratten, alles fein beobachtet, welches Tier was macht. Ebenso verhält es sich mit den Pflanzen, die ein großes Bild von dem zeichnen, wie Plath mit dem Thema Tod, Morbität, aber auch dem momento mori umgeht. Dies wird durch die Verse: “While students stroll and sit, Hands laced, in a moony indolence of love, Black-gowned,…

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  • Projekt [Parablüh]

    #Ja, ich will.

    ” I want, I want” von Sylvia Plath war der Anlass für Cornelia Travnicek ein Gedicht zu schreiben, das den Titel “Ja, ich will” trägt. Das Spiel mit “Yes, I do”, “Yes, I want”, Yes, I will” und “Ja, ich will” ist meiner Meinung nach gewollt so gewählt. Mit beiden Gedichten habe ich mir schwer getan, bei Plath war es für mich nicht komplett einsichtig, ob es tatsächlich um eine religionskritische Auseinandersetzung mit der Dreifaltigkeit geht oder ob biblische Zitate verwendet werden um ein nicht zu sättigendes Kind zu beschreiben. Ich würde eher das Zweite vermuten – weil das Kind beinahe abartig beschrieben wird – nicht zu sättigend, wie ein…

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  • Projekt [Parablüh]

    #Landunter

    Land unter ist das heutige Gedicht von Cornelia Travnicek, mit welchem ich mich heute beschäftigte. Seine Referenz hat es zu Sylvia Plaths Gedicht Mushrooms. Das Gedicht von Plath ist sehr leicht und flockig formuliert – sein Inhalt dreht sich tatsächlich um Pilze und erzählt von Pilzen, als würden sie leben  wie Menschen und etwas von sich geben. Erst im tieferen Betrachten ersinnt man sich, dass mit den Pilzen Immigranten gemeint sind, die aus dem “Boden heraus schießen”. Besonders weiße, somit “unsichtbare” Frauen sind damit gemeint, die eine leise, geräuschlose Revolution starten, ab von dem Bild, dass Plath in den 1950iger Jahren miterlebt hatte. Besonders der Vers “So many of us”…

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