• Allgemein,  Projekt [txt]

    [txt] Schatz.

    Heute bist du fast neben mir gesessen. Im Wartezimmer beim Arzt.  Krank hast du nicht wirklich ausgesehen, aber du kannst dich gut schminken und Augenringe hat schließlich jeder zweite Mensch. Aufrecht sitzt du da, siehst in die Menge an kranken Menschen, und ekelst dich ein bisschen, das sieht man dir an. Es ist dir zu laut, du ziehst eine Augenbraue nach oben, machst das rechte Auge zu und ziehst die auf derselben Seite sitzende Schulter Richtung Kopf. Du siehst nun auf deine Schuhe, deine Lippen bewegen sich. Es sieht aus, als würdest du zu deinen Schuhen reden, einen Schlachtplan ausmachen, fliehen wollen, immer weiter, einfach weg aus dieser Realität. Neben…

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  • Allgemein

    Projekt [txt]: Mucksmäuschenstill.

    Ich habe da diesen einen Traum, kennst du das, wenn du einen Traum immer wieder träumst, so wie diesen einen Traum, den alle haben, diesen einen vom Fallen in die Tiefe. Meiner ist genauso. In meinem Traum kommt ein glatzköpfiger Mann vor. Nie klein, nicht groß, nicht dünn, nicht dick. Er fällt nicht auf, bis auf diese Glatze. Ich bin in meinem Traum ein Kind, weißt du? Ich sitze in meinem Traum in meiner alten Klasse in der Grundschule, wie immer zweite Reihe ganz rechts außen, damit ich nicht soviel aus dem Fenster schauen kann, weil ich dann immer die Züge beobachte, mit denen ich immer mitfahren will. Jetzt schaue…

  • Poetik

    Abstrakte Lagerhausmäntel.

    Vielleicht Kleinigkeiten wenn man nicht ganz so weiß was denn sowas Abstraktes wie Liebe ist das ist, wie wenn du mitten auf der Straße sagst “Die Leute tragen jetzt auch schon viel weniger Lagerhausmäntel, die grünen” und dann lieg ich eines Tages alleine im Bett oder lauf deine Straße hinauf die diesem Letten gewidmet ist nichts mehr wünsch ich mir als dieselben Wörter noch einmal zu hören, die mit dem Lagerhausmantel mitten in der Stadt und ich mag nochmal sehen wie du da ausgesehen hast und nochmal genau das hören wie du das gesagt hast und vielleicht war das doch sowas Abstraktes

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  • Allgemein,  Projekt [txt]

    [txt] Verklärte Welt.

    Diese Welt hatte sich gefangen in ihrer dreisten Übertreibung und Poesie, die sie selbst nicht wollte. Nichts von alledem, was real und überschaubar war, ist ihr geblieben. Die Welt hatte sich die letzten Jahre in einem dieser unheilvollen Orte der Visionen verwandelt, in welcher jeder träumte, er könne alle erleben. Jeder meinte, es bräuchte nur etwas mehr Zeit, dann würde es werden. Jeder war der Ansicht, dass man alles erreichen konnte, wenn man es nur wollte. So ging es auch Herrn T. T war an Hoffnungen und an Träume gewohnt worden. Man erzählte ihm all die Lügen, die in der Zeitung standen und auch die Lügen, welche man zwischen den…

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  • Allgemein,  Projekt [txt]

    [txt] Dein Lächeln, ich weiß.

    Du machst kaputt, was mich eventuell zerstört baust Türme an der See für harte Zeiten was weiß ich, was dir so viel daran liegt in manchen Augenblicken find’ ich Schlüssel zu Schlössern, die du alleine kennst alles macht immer nur dein Lächeln, ich weiß. Wir sind nicht alt, eigentlich nicht erwachsen, nur Teenager, die die Zeit vergessen haben ich hab gesehen, woran dir so viel liegt erzählst du mir Geschichten, sind es neue oder alte, was weiß ich, haben alle neuen Anstrich alles erweckt immer nur dein Lächeln, ich weiß. Du fliehst, wenn du kannst, und bleibst doch kannst das Leben ohne Kinder und großem Haus lebst dein Nomandenleben, woran…

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  • Allgemein,  Projekt [txt]

    [txt] Habseligkeiten.

    Sei leise. Nein, dreh auf, sei laut. Rede mit mir, Baby, aber schweig lieber, ich mag dich nicht hören, wenn du mir die Wahrheit sagst. Sag mir doch die Wahrheit, und wenn es geht, dann lüg’ mich etwas an. Schreib wie die Sargnagel, sei auch mal lustig. Wenn es geht, sei auch etwas ordinär, das turnt mich an, jetzt sag ich es dir ja. Nein, also vielleicht doch nicht, Ordinär-Sein passt nicht zu dir, nein, bleib wie du bist, sei traurig. Aber nicht zu traurig. Schreib nicht zu intellektuell, das mag niemand lesen. Schreib weiter so, wie du schreibst, das ist gut. Lass mich an dich ran, Baby, ich will…

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  • Allgemein,  napowrimo

    Sea gulls in distress // napowrimo 16.22

    So many sea gulls flew at me these days they surrounded my like a tower all of them, so sure, are feared no sea gull loves a gilded cage I also would be scared of fragile and tenuous walls all built up with sadness in the last beams of good old sun see all the chambers which were just built for them look at the spread wheat which is laying between the days sea gulls moved forward to the profound abyss wearisome flutter in distress.

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  • napowrimo

    bad decision // napowrimo 16.20

    Your decision fell like a stone on my broken and peforated breast the same did my forced smile – it wandered to my chest. I should have known, was no surprise my fault to have some good believes I veered my memories out of head shook you out of my high relieves. The stone hit the stone inside of me you called it heart, I call it gear i´ve never had to relearn how to live i´ve always existed in anger and fear.

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  • napowrimo

    I heard it through the graveyard //napowrimo 16.19

    We know what’s power and we know what’s fail we know that time is coming to pass timezones were abolished because the inner time of everybody is almost the same We know what´s fight and we know what´s win we know that time is changing as well courage was introduced because there´s need bullets were invited to be kissed We know what´s past and we know what´s written we know that time puts us to shame silence was not given to us for eternity houses still will fall the same.

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  • Allgemein,  Projekt [txt]

    [txt] Wahnhaftig.

    Gespräch, dann Geschwätz. Irgendjemand musste, ohne dass er es wusste und im Anbetracht dessen, drei Kaffeehäuser weiter, und sich keiner Schuld bewusst zu sein, seine Worte gestohlen haben, denn er konnte sein Schreiben nicht mehr finden. Dennoch, nicht ganz frei von Schuld, so dachte er zumindest, wäre es ein Ansatz unter seiner Kaffeetasse nachzusehen, und wenn es so sein würde, dass sich seine innere Sprache darunter platzierte, wie sonst nur der Sud an Tassen heftet, wäre es wohl doch eine unausgegorene Idee und verwarf sogleich im selben Moment wiederum den Gedanken. Herr Wondracék, der Kellner des traditionsbewussten Kaffeehauses, kam diesmal nicht, um ihn, so hoffte er doch ein wenig, bei…

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