• Allgemein,  napowrimo

    Plagen.

    Mich durch dich plagen Wort für Wort und mich suchen in dir und deinen Texten weil ich irgendwo sein muss bestimmt weil ich immer war mindestens ein Wort in deiner linken Hand oder ein Gedanke in deinem Füller oder die Inspiration in deiner Tinte ich war doch immer die bunte Vorlage für weißes Papier und meine Haut dein Gedankennotizzettel immer der Staubfunke auf der Tastatur das erste Wort im Schreibdokument ich will mich suchen in dir du suchst dich doch auch in mir.

  • Allgemein,  napowrimo

    Sternenpfade.

    Warme Sternenpfade sehnten sich nach mir ich war solang verlassen ich sehnte mich nach Leben ich sehnte mich nach dir. Süßer Tropfenregen verfolgte meine Stirn ich war verdammt alleine ich fühlte mich verbannt ich suchte mein Gestirn. Schwarzes Schneegestöber tanzte rund um meine Hand ich war so oft verzagt ich wagte selten Schlaf ich wagte nie Aufstand. Helldunkle Galaxien umwandten still die Beine ich wanderte zu lang ich kannte all die Wege kam nie mit mir ins Reine.

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  • Allgemein,  Poetik

    Ab Grund tief.

    Alles was ich sage, kannst du nicht hören. Es ist tief da, da wo du nicht bist. Den ganzen Tag erzähle ich dir Belanglosigkeiten, im großen Gegensatz zu dem, was tief schlummert. Du denkst, dass ich die meiste Zeit bei dir bin, aber das stimmt nicht. Die meiste Zeit bin ich ganz woanders. Ich bin da, wo du nie hinkommen wirst, weil ich dich nicht lasse. Ich verschränke die Arme und blockiere den Weg durch die Augen, du siehst bloß, wenn ich vor mich hinstarre, meine Augen, die geballt auf den Boden blicken. Ich habe Angst, das weißt du. Aber nicht wovor. Mittlerweile hast du den Kampf aufgeben, zu erfahren,…

  • Allgemein,  Prosa

    Löwen im Winter.

    Deiner Finger wanderten über die Bettdecke, die du vorgestern neu erworben hattest. Du wolltest immer schon eine Decke mit Patchwork haben, weil du meintest, dass das wie das Leben ist. Das Leben existiert nicht als Ganzes, es existiert nur aus zusammengestückelten Teilen, Patchworkleben eben. Eine Wasserflasche neben dem Bett, die Kohlensäure längst verflogen, die Flasche hatte bereits bessere Tage gesehen. Halbschläfriger Kuss auf meine Stirn, eine kurze Liebkosung meiner Haare, Verzweiflung in dir. „Der Schnee draußen ist ein Regen mit Verbitterung“ , pflegst du zu sagen, und du deutest wieder auf die schneebedeckten Fensterbänke, wartende Raben in der Nacht darauf. Jedes Wetter ist ein Untergang, wenn du nicht da bist…

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  • Allgemein

    Streichholzprügel und Selbstzweifel.

    Die Selbstzweifel inhalieren in den Dornröschenschlaf versinken und sie bekämpfen wollen wie den Zerberus mit Federn. Den Hass auf sich selbst zum aus der Haut fahren unter der Haut spüren, bis man das Blut leckt. Genugtuung verspüren im Nebel der Gedanken die hämisch grinsend Nicht-gut-genug! schreien. Mit Streichholzprügeln und dem Kerbholzwissen auf sich eindreschen und auf dem Holzweg sein. Dir den Zuckerstreuer entwenden die Selbstzweifel zerstreuen und trotzdem nicht im Zweifel für den Angeklagten sein. Die Gedanken sind frei, wenn man Trübsal bläst und sie hauen dir im Kopf die Hoffnungen um.

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  • Allgemein,  Prosa

    Selbstzerstörung – Sieh! Es ist nicht weit.

    Selbstzerstörung um jeden Preis weil man selbst so wertlos ist in den Fängen des Zweifels gefangen – Sieh! Es nicht nicht weit. Was ist die Ursache für Selbstzerstörung? Die Faszination an den eigenen Grenzen wird wohl nicht ausreichen, um sie dauerhaft in dem Ausmaß zu praktizieren, um jahrelang damit leben zu können. Selbstzerstörung ist Schicksalsträger, Wächter der Unzufriedenheit, Begleiter in die Zerstörung jeglicher sozialen Beziehungen. Man überhöht sich, und ist traurig, alleine auf dieser Welt zu sein, auf einem Thron, den man sich selbst gebaut hat, zu faul um sich davon zu erheben. Das Einzige, was man in dieser Situation erhebt, sind Vorwürfe gegen andere, sie liebten nicht genug zurück,…

  • Allgemein,  Prosa

    Herz eines Löwen.

    Wir sind Löwen, eingesperrt in unserem Habitus erlebter Erfahrungen. Das Gefängnis haben wir uns selbst gebaut, der Ritus die Nachgeburt unseres Seins, nachdem wir geworden sind, wie wir jetzt sind. Du bist ein Löwe, du kämpfst, um dein Ansehen, deine Macht, dein Gehabe. Ich bin Löwe, weil ich muss. Ich wollte immer sein wie eine Eule, weise, doch ein Jäger und sehr umsichtig. Ich bin ein Löwe, weil du mich zwingst. Tag für Tag tragen wir unsere Kämpfe aus, jeden Tag greifst du mich an. Du näherst die beinahe lautlos, zumeist belanglos, doch dann schlägst du zu. Prankenhieb um Prankenhieb erfahre ich deine Emotionen, mein Fell hast du mir ausgerissen,…

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