• Allgemein,  Poetik

    Ängstliche Wunder.

    Wie soll man da mithalten können bei all der Lebensfreude und genauso lachen können bei den ganzen Selbstzweifeln die Häuser mit Glück anschmieren wenn man angeschmiert ist und leicht sein wie eine Taube bei der ganzen Schwerfälligkeit Wie soll man da mithalten können bei den ganzen Erinnerungen und sich ganz tief in dich spuren bei den ganzen Striemen und bei dir bleiben ganz und gar bei der ganzen Angst und Küsse ins Gesicht stempeln wenn man abgestempelt ist Wie soll man da mithalten können bei dem ganzen erlebten Mist und gut genug sein für dich wenn alles so leer ist alles in Grund und Boden lachen wenn meine Welt bereits…

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  • Allgemein,  Poetik

    Lippenbekenntnisse.

    Lippen so schmal wie ein Schlussstrich erstreckt sich darauf ein Lineal wir messen Bekenntnisse an Unmut und Verrat. Füße so stramm gegen den Boden eins und zwei darauf ein Schritt wir treten die Wahrheit nach Belieben und Geschick. Rückkrater so verbogen wie ein Ast man wendet sich darauf ist Verlass wir reden von Versagen noch blind und voller Hass. Brüste so stolz geschwollen wie vor Zeiten die Fahnen darauf ist doch klar wir stoßen erneut den Weg vor uns frei für die einheitliche Schar. Hände so stark wie Stangen aus Eis halten darauf was nicht ist wie sie wir kennen das Ziel vor uns tot oder leblos – wir wollten…

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  • Allgemein,  Prosa

    Radikalität und Ende.

    If you walk away, I´ll walk away First tell me which road you will take I don’t want to risk our paths crossing some day So you walk that way, I’ll walk this way Ich sagte dir, dass es leichter ist über den Tod nachzudenken, als über die Zukunft. Du meintest, aber die Zukunft wäre schöner als der Tod. Wir stehen jetzt hier – du am Scheideweg Zukunft und ich auf dem Pfad des Todes. Du magst nicht mehr über den Tod nachdenken, und ich erzähle dir, wie großartig es ist, dass es etwas im Leben gibt, dass endgültig ist, nicht so unstet, nicht so wie die Zukunft, die bloß…

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  • Allgemein,  Poetik

    DEIN! DEIN? DEIN.

    Alle vier Jahreszeiten gepackt verknotet und an dich gedrückt dich mit Hoffnung eingewickelt DEIN! Dein? dein. Alle Lügen zusammengelegt geteilt und sie dir dagelassen in naiven Glauben eingetaucht DEIN! Dein? dein. Alle deine stillen Augenfarben gemischt und überall an mir verteilt ich schmeckte nach deinem Seelenatem DEIN! Dein? dein. Alle deine leisen Zeitentränen angehört und in mein Ohr gegossen und damit das Herz aufgebrannt DEIN! Dein? Dein. Alle deine leeren Worten aufgefasst Ketten geschmiedet und mich angehängt ich vermag die Adlerschnäbel spüren DEIN! Dein. Dein?       [.txt*] ist ein grandioses Projekt von Dominik Leitner. Jedes Monat betritt ein neues Wort die Bühne, dass verlangt, schriftlich aufgeführt zu werden.…

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  • Allgemein,  napowrimo

    Trostpflaster.

    wenn ich an dich denke in der gegenwart da ist dieses weggleiten in die vergangenheit ohne zukunft und ohne den konsequenzen von damals,manchmal. wenn ich mir dann vorstelle wie es gewesen ist und was es gewesen ist dann löst sich die Gegenwart auf und du wirst zu einem machtvollen Ding in einem Ewig und in einem Nie. wenn ich dann aufhören will weil es so wehtut und es nicht ertragbar ist dann löst sich nichts auf und du bist wieder dieses unzerstörbare Wesen und ich frag mich wo ich Trostpflaster hinkleben kann.

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  • Allgemein,  napowrimo

    Alles, immer, jederzeit.

    Immer alles jederzeit schlecht und nie gut gut ist keine Kategorie nur eine lyrische Allegorie fürs Leben irgendwie zwischen Dreck und feiger Lebensphilosophie Verzweiflung tagsüber und nachts das Verrecken seit den frühen Jahren herzschwarzes Kränken seelische Rabenflüge im eigenen Käfig aber Sicherheit haben man würde sich ohnehin nur die Flügel brechen.

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  • Allgemein,  napowrimo

    Plagen.

    Mich durch dich plagen Wort für Wort und mich suchen in dir und deinen Texten weil ich irgendwo sein muss bestimmt weil ich immer war mindestens ein Wort in deiner linken Hand oder ein Gedanke in deinem Füller oder die Inspiration in deiner Tinte ich war doch immer die bunte Vorlage für weißes Papier und meine Haut dein Gedankennotizzettel immer der Staubfunke auf der Tastatur das erste Wort im Schreibdokument ich will mich suchen in dir du suchst dich doch auch in mir.

  • Allgemein,  napowrimo

    Mitte 20.

    warten und hoffen bis zum abend und dann verzweifeln schreiben und trinken wortfetzen unverständlich bier trinken wut rauslachen und traurig sein, so sehr. gehen und atmen bis zum morgen den bus verpassen und die müdigkeit vergehen hundegebell erschreckend leise träumen und resignieren, immer mehr. schleppen und müssen bis zum tag ins bett fallen und den geist hassen gedankensprünge vermeiden etwas dösen und hoffen, einmal mehr.   Dies ist das erste Gedicht aus dem Projekt NaPoWriMo – also dem National Poetry Writing Month. Die Aufgabe ist simpel (oder auch nicht): Jeden Tag – ein Gedicht. Nähere Informationen sind auf NaPoWriMo zu entnehmen. Bildquelle: Pixabay

  • Allgemein,  Prosa

    Unverhofft.

    Ich verzweifle am Augenblick und hoffe doch zur gleichen Zeit das Beste, verliere mich in der Wut darüber, Hoffnung zu haben und Enttäuschung erneut zu tragen (wollen). In der Besinnung leben, dass es irgendwann wohl besser werden würde, wenn man den älter sei, und das schwarze Loch nicht tiefer werden würde, man rutscht in seinem Optimismus so leicht hinein. Der Optimismus ist der wahre Übeltäter jeglicher unerfüllter Hoffnungen. Kein Realist, und da könne man sicher sein, würde je so tief fallen, aber schwarz ist nicht gleich schwarz. So ist das Schwarz, das ein Optimist sieht durchaus schwärzer als das eines Pessimisten. Wer immer hell sieht, bleibt gar nichts anderes übrig,…

  • Allgemein,  Poetik

    Ab Grund tief.

    Alles was ich sage, kannst du nicht hören. Es ist tief da, da wo du nicht bist. Den ganzen Tag erzähle ich dir Belanglosigkeiten, im großen Gegensatz zu dem, was tief schlummert. Du denkst, dass ich die meiste Zeit bei dir bin, aber das stimmt nicht. Die meiste Zeit bin ich ganz woanders. Ich bin da, wo du nie hinkommen wirst, weil ich dich nicht lasse. Ich verschränke die Arme und blockiere den Weg durch die Augen, du siehst bloß, wenn ich vor mich hinstarre, meine Augen, die geballt auf den Boden blicken. Ich habe Angst, das weißt du. Aber nicht wovor. Mittlerweile hast du den Kampf aufgeben, zu erfahren,…