• Allgemein,  Projekt [txt]

    [txt] Auflösung.

    In mir weht ein Meer und kracht an die Tür Salzlippen sehen sie wir sind ein Binnenmeer Später lieber als jetzt schau bloß zu wie die Boote in der Weite schlafen gehen weiße Wände aus Gischt zerschellen an deinem inneren Jetzt und schreiben Postkarten wir schlagen Bücher auf wie andere Eier für Kuchen und es schlagen Köpfe auf an Bord und Boden Bilder vom unendlichen Meer und Menschen im Süden lösen sich darin auf wie Kreuzworträtsel Bildnachweis.  

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  • Allgemein,  Projekt [txt]

    [txt] mischen.

    Immer eine Tragödie, wenn du woanders wähnst. Toujours, c’est une tragédie pour moi. Da sind Räuberstädte die dir wie Elstern Energie rauben Je suis desolé und der Zauber geografisch gesehen von neuen Städten und ihren Verheißungen Aujourd’hui n’est pas mieux, les sentiments sont fragiles hört man sich sagen nach einundzwanzig Tagen la ville est l’enfer nicht bloß in Algier l’etranger schmieren wir uns zwischen den Seiten von Albert Camus als Empfindung von Luxusproblemen Ich zeigte ihm meine blauen Venen heute, wie so Opfergaben eine Darbietung schon so lange Buzzing around your hive You are my king bee tu dois me quitter dann später meinen Willen la volonté est bon schreibe…

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    [txt] Hundstage.

    Rotwein mit Eiswürfel Pixies im Ohr, hey must the devil between us But hey Where have you been? If you go, i will surely die We’re chained von diesen Hundstagen, aber Straßenköter wie wir sind manchmal gerne drinnen wir kleben, kletten, ketten und tropfen Schweiß und Schokolade zwischen unsere Schwimmhäute in einem Meer im vierten Stock aus zierlichen Verletzbarkeiten your head will collapse zwischen unseren Körperhäuten die sich unumwunden winden zwischen fließenden Grenzen wir denken an Amerika und hören Pausen beim Sprechen Puppentheater während die Hitze Klassenverhältnisse nach außen trägt with your feet in the air and your head on the ground ich kann nur dich sehen du hast schon…

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  • Projekt [txt]

    [txt] grenzenlos.

    Immer, wenn ich vorbei an den drei Kiefern laufe, den weißen Schotter betrete, der von der Wärme des Tages aufgewärmt ist, dann denke ich daran: Bald ist Glück. 47 Stufen bis Glück. Ich habe das Glück seit 8 Jahren nicht mehr besucht. Das Glück war immer nur zu zweit möglich. Im Sommer, in der Augusthitze, die von Gewittern und Kaltfronten geschwängert war, vom Schatten, der nachmittags um vier Uhr hereinbrach, weil die Berge viel zu hoch und die Seen viel zu tief waren. Sie wusste das Glück zu schätzen, welches zwischen den Kiefern vor und hinter dem Haus, von den Platanen im Vorgarten und den Rosensträuchern, die den Weg zäumten,…

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  • Projekt [txt]

    [txt] selten.

    Die Frage, ob ich Zeit hätte, war immer eine Frage der Zärtlichkeit. Sie fragte mich selten danach, ob ich Zeit hätte, nur in äußerst prekären, ihr umständlich verloren gegangenen Zeiten. In den meisten Stunden war ich auf mich alleine gestellt, behütet von Tageslicht und der Gewissheit, dass irgendwann wieder die Frage nach der Zeit käme. Ich hielt die Zeit in der Hosentasche und holte sie gegebenfalls vom Zimmer, damit ja genug Zeit da wäre, würde von ihr etwas benötigt werden. Die Liebe hat sich in dem Fall als Frage verkleidet. Eine Demaskierung wäre im Anbetracht der Dinge unangebracht gewesen. Die Frage nach der Zeit stellte sich in Dörfern, so wie…

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  • Projekt [txt]

    [txt] Lichtblick.

    Eine starke obsession exaltierte neigung oder zwangsstörung wärme zwischen den emotionalen kapillaren grausamkeit, gefühlt ein zeilenabstand der lichtblick und die volle wand namentlich dein kopf dein braun-grüner blick ein schwerwiegender vorwurf Vergangenheit im handgepäck ein unvorteilshaftes arragement wir, belastet und schwierig aber haarröhrchenwirkung und die ahnung von anfang, bürde, ende stadt – land – schluss mit dem antiquierten gehabe und deiner zweigeteiltheit zwischen klippen und kanten ein wort, ein ton, die leere verwaschene gespräche mit wasserfarbener sprache und die einsicht dann die aussicht dass dann endlich schluss.     Bildnachweis.

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  • Projekt [txt]

    [txt] unendlich.

    Sie ist ein Rätsel in sechs Silben, ein Baum der Selbsterkenntnis. Viel leichter geht das Distanzieren, als das Ertragen, dass der Zustand von etwas nur ein bisschen ist, kaum merkbar, womöglich Einbildung. Die Nächte drücken auf den Kopf, ein ganzer Antlantik oberhalb der Nase und des Jochbeins. Sie will ihm nicht, kann ihm nicht schreiben. Sie ist mutig und wartet. Sie will sehen, was kommt. Vielleicht das Einsehen oder die Bestürznis. Er ist die Akropolis und kein Weltwunder. Sie ist der Leuchtturm von Alexandria. Seinem Erdbeben zum Opfer gefallen. Sie sendet noch Licht aus, in den dunkeln Nächten. Er schweigt, er will stehen und bestaunt werden, in seiner Nichtigkeit, die…

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  • Projekt [txt]

    [txt] Anfang.

    Er setzt sich auf ihren Lippenrand, damit er aufhört sich zu kräuseln, damit er still ist, damit er nicht immer das Leid predigen muss, das ihm widerfahren ist. “Sei still” zischt er zwischen ihren Zähnen hindurch, sie war still, nur in Gedanken nicht, da war sie nie still. Sie war immer laut und wird immer laut bleiben. Sie beißt zurück, eine Farce, ihre Lippen sind ohnehin schon wie alte Lumpen zerschlissen, die Hautfetzen hängen herab, er lässt sie trotzdem nicht los. Sie setzt sich auf ihn, genauso leise wie ihr sensibles Tastorgan im Gesicht. Ihr Gewicht will sagen: Das ist alles, was ich dir geben kann. Eine Möglichkeit, ein Anfang.…

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  • Poetik,  Projekt [txt]

    [txt] sagenumwoben.

    Mir steckt der Krieg in den Knochen und die Flucht in den jungen Kinderbeinen und die Schüsse stehen in den Augen geschrieben Es ist nichts schön von dem, was erzählt wird ausgebombte Löcher kaputte Stacheldrähte und Hungermärsche Flucht und Wut in den zerstörten Rippen Sagenumwoben nennst du die Jahre 38 bis 45 eine glorreiche Zeit für die im Bunker und redest die Toten wieder lebendig sie hängen an Ästen in deinen Geschichten Mit einer Glasscherbe von einem Doppelliter hast du einen Menschen um sein Leben gebracht und hast dir gedacht ich würd gern was trinken das fand ich damals schon absurd und grausam Ein Leben ist nichts für ein Vaterland…

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  • Projekt [txt]

    [txt] abgehen.

    Hast du etwas Zeit mein Kompass zeigt nur mehr deine Richtung ich hab meine Orientierung längst schon veloren die Sonne geht mittlerweile schon im Westen auf aber was weiß man schon wenn deine Köpfe doppelt denken Ich brauch deinen moralischen Kompass die Tage nochmal und du sagst mir den hab ich verlegt gehen wir ihn suchen und da reichen keine paar Tage das dauert länger gemeinsam oder so Und schau ich durch Rotweingläserränder dann sag ich mir alles was du kannst ist mir abgehen und das schweig ich mir zwischen die kaputten Kniekehlen Nordsüdgefälle zwischen uns.   Bildnachweis.

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