• Projekt [Parablüh]

    #Danach

    Das Gedicht #Danach von Cornelia Travnicek entstand anlässlich des Gedichtes “Aftermath” von Sylvia Plath. Im Gedicht von Plath wird der Brand eines Hauses dargestellt. Plath verabschiedet sich kurzzeitig von ihrer sonst sehr metaphernreichen Sprache und wird für ihre Verhältnisse sehr konkret. Eine harte Sprache, die die Menschen als Jäger auf der Suche nach Blut, als Sinnbild für Sensationsgier, beschreibt. Die griechische Mythologie nimmt sich Plath erneut zu Herzen und bringt Medea in ihr Gedicht ein, welche jedoch sehr passiv agiert und weder goldenes Vlies findet, noch Könige tötet. Die Menge in Plaths Gedicht wird enttäuscht zurückgelassen, und wirkt einmal mehr sehr voyeuristisch. Bei Travnicek ist der Grund des Gedichtes ein…

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  • Projekt [Parablüh]

    #Präambel

    Präambel heißt das 13. Gedicht in Cornelia Travniceks Gedichteband “Parablüh” und verbindet sich mit dem Gedicht “All the Dead Dears” von Sylvia Plath. Eine Präambel als feierliche Einleitung für den Vertrag mit dem Tod. Der Tod hat immer etwas Relatives, Morbides, wenn man Material nach dem Tod wird. Zunächst: Material für die Hinterbliebenen – als Materie in Form von Erinnerungen, die zuerst stark sind, dann verblassen, irgendwann verschwinden sogar. Als konkretes Material nach dem Tod für Würmer, Mäuse und Spitzmäuse (wie Plath es in ihrem Gedicht beschrieben hatte: Sie war im archäologischen Museum in Cambridge, wo sie einen Steinsarg entdeckte, der die Skelette von einer Frau, einer Maus und einer…

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  • Projekt [Parablüh]

    #Herzkönig

    Das Gedicht Herzkönig von Cornelia Travnicek findet seinen Ausgang im Gedicht “The Bull of Benylaw”. Dieses Gedicht war zeitlebens das einzige von Plath, welches sie für Kinder und Jugendliche konzipierte. Meiner Meinung nach geht es im Gedicht von Plath um die Erörterung eines Machtbegriffes, der zwischen Vater-Tochter herrscht. Dies wird durch einen Bullen den Kinder und Jugendlichen näher gebracht, der sich emanzipiert und das Reich zerstört. Der Bulle wird sogar übermächtig und überwindet das Meer. Dazu kam mir der Gedanke, dass die Macht ein gar mächtiges Ding ist und viele meinen, dass sie die Macht zwar wie einen Stier reiten, jedoch nicht wissen, dass der Stier die Richtung vorgibt. Bei…

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  • Projekt [Parablüh]

    #Diwan

    Diwan ist das 10. Gedicht von Cornelia Travniceks Gedichteband “Parablüh” und hat seinen Ausgangspunkt im Gedicht Point Shirley. Im Gedicht von Plath geht es um den Tod der Großmutter, und den Erinnerungen, die sie hinterlässt. Boston ist der Ort, an dem die Großmutter lebte und wohl Schwerstarbeit leistete. Die Großmutter wird hoch stilisiert, als Frau, die Probleme fernhält. Plath dürfte zu ihrer Großmutter ein besonderes Verhältnis gehabt haben. Travnicek greift den Gedanken der Großmutter auf und wendet ihn an um den Großvater zu beschreiben.  Der Großvater verlor nach und nach seine Beine – wahrscheinlich durch eine Amputation. Eine Möglichkeit, das Leben halbwegs erträglich zu gestalten, war das Diwan – eine…

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  • Allgemein

    #Donauweibchen

    Donauweibchen ist das 10. Gedicht von Cornelia Travniceks Gedichteband “Parablüh” und enthält eine Referenz auf Plaths Gedicht Lorelei. Der Titel Donauweibchen ist normalerweise der Titel einer Sage, die im österreichischen Donauraum verbreitet ist. In der Sage geht es um einen Jungen, der sich in das Donauweibchen verliebt und eines Tages von ihr entführt wird und nie wiederkehrt. Ähnliche Gedanken lassen sich auch in beiden Gedichten finden. Meines Erachtens bezieht sich der Titel auf die Thematik Suizid. In Travniceks Gedicht kommen Sirenen vor, ein griechisch mythisch anmutender Vergleich zum Donauweibchen. Der Wind, der ihre Aufgaben übernimmt, macht die Sirenen sogleich untauglich. Eine Anklage der Sirenen wird trotzdem vernommen, dass Ahnen in…

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  • Projekt [Parablüh]

    #Standbild

    Als heutiger theoretischer Input diente mir Cornelia Travniceks Gedicht “Standbild”, welches mit “Der Koloss” von Sylvia Plath zusammenhängt. Während es bei Plaths Gedicht um ihren Vater geht, zu welchem sie kein gutes Verhältnis hatte, geht es bei Travniceks Gedicht um den “Vater Staat” und eine Ebene darüber. Meiner Meinung nach zeichnet sich das Gedicht vorrangig über das Erzählen von Stein und Statue aus. Ausgehend von den Statuen, die man “Ehrenmännern” errichtet, wird versucht zu das Gebilde eines Staates zu kritisieren. Dies sehe ich zu einem im Begriff “Altvordere” und dem Vers “Nichts, als eine Säule bist du” abgebildet – beides für mich ein Hinweis auf eine negative Konnotation. Ebenso werden…

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  • Projekt [Parablüh]

    #Satyrnalia

    Satyrnalia, als siebtes Gedicht in Cornelia Travniceks “Parablüh” referiert mit dem Gedicht “Faun” von Sylvia Plath. Erstaunend bei beiden Gedichten ist die Verbindung von griechischer und römischer Mythologie. Satyr oder Faun sind ja nach griechischer und römischer Mythologie Waldgötter, deren Extremitäten an Ziegen und andere Böcke erinnern. Der Faun ist der Enkel des Saturnus. Diese Verbindung stellt sich als besonders erfreulich da, da es eben auch die Saturnalien gibt. Die Saturnalien waren hohe römische Feiertage zu Ehren des Gott Saturns – erstmals nach der Gründung des Forum Romanum eingeführt – die entweder am 17. oder am 23. Dezember starteten und später bis 30. Dezember erweitert wurden. Der Titel des Gedichtes…

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  • Allgemein

    #Idyll

    Meine heutige Analyse befasst sich mit dem sechsten Gedicht von Cornelia Travnicek “Idyll” und mit Sylvia Plaths “Hardcastle Crags” (siehe Referenzen im unteren Bereich) Sylvia Plath erwählte den britischen Ort “Hardcastle Crags” um ein Gedicht über die Konformität zu schreiben. Im konkreten Sinne schreibt sie von einer Frau, die sich den Boden zurechttrampelt, sie wird müde, beobachtet Tiere, die zu Stein geworden sind, und führt ihren Weg spät in die Nacht weiter, bevor sie von Steinen und Hügeln zerdrückt wird, beugt sich das lyrische Ich und geht zurück. Die figurative Bedeutung des Gedicht lässt auf den inneren Kampf mit der weiblichen Konformität einer männerorientierten Welt schließen. Das Aufbegehren bezüglich dieser…

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    #Limbus

    Limbus ist das fünfte Gedichte in Cornelia Travniceks Gedichteband “Parablüh” und befasst sich mit dem Gedicht “The Eye-Mote” von Sylvia Plath. Das Gedicht von Sylvia Plath (weiter unten als Referenz angegeben) befasst sich auf erster Ebene mit Pferden, die beobachtet werden und alsbald ein Staubkorn in das Auge des Betrachters fällt, die verschroben wahrgenommen werden und ein furchteinflößendes Abbild ihrer selbst bleiben. Abstrahiert betrachtet könnte das Gedicht so interpretiert werden, dass die Vergangenheit den Blick auf die Zukunft verändert und man Opfer seiner verzerrte Wahrnehmung der Gegenwart ist. Das Gedicht selbst schrieb Plath aufgrund einer damals aktuellen Verletzung, bei welcher sie einen Holzsplitter in das Auge bekam und Wochen brauchte,…

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  • Allgemein

    #Säue.

    Cornelia Travniceks Gedicht “Säue” hat seine Inspiration in Sylvia Plaths Gedicht “Sow”. Cornelia schrieb als Referenz dazu: Plath hat sich mit einer Sau beschäftigt, ich mich mit vielen… Mit diesem Gedicht habe ich mich aufgrund der Länge am meisten auseinander gesetzt. Aber auch, weil es mich persönlich sehr trifft – als Nachbarin eines industriellen Mastbetriebes für Schweine  – sehr unglücklich mit dem Umgang und des Wertes, den ein Schwein hat. Einer meiner Gründe, auf Fleisch zu verzichten. Es hat mir beim Lesen schon wehgetan, wie Schweine trotz ihrer hohen Intelligenz und ihrer großen genetischen Verwandtschaft zum Menschen nicht als gute Lebewesen wahrgenommen werden. Diese Trostlosigkeit wird im Umfeld wahrgenommen –…

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