• Projekt [Parablüh]

    #Landunter

    Land unter ist das heutige Gedicht von Cornelia Travnicek, mit welchem ich mich heute beschäftigte. Seine Referenz hat es zu Sylvia Plaths Gedicht Mushrooms. Das Gedicht von Plath ist sehr leicht und flockig formuliert – sein Inhalt dreht sich tatsächlich um Pilze und erzählt von Pilzen, als würden sie leben  wie Menschen und etwas von sich geben. Erst im tieferen Betrachten ersinnt man sich, dass mit den Pilzen Immigranten gemeint sind, die aus dem “Boden heraus schießen”. Besonders weiße, somit “unsichtbare” Frauen sind damit gemeint, die eine leise, geräuschlose Revolution starten, ab von dem Bild, dass Plath in den 1950iger Jahren miterlebt hatte. Besonders der Vers “So many of us”…

    Kommentare deaktiviert für #Landunter
  • Projekt [Parablüh]

    #Danach

    Das Gedicht #Danach von Cornelia Travnicek entstand anlässlich des Gedichtes “Aftermath” von Sylvia Plath. Im Gedicht von Plath wird der Brand eines Hauses dargestellt. Plath verabschiedet sich kurzzeitig von ihrer sonst sehr metaphernreichen Sprache und wird für ihre Verhältnisse sehr konkret. Eine harte Sprache, die die Menschen als Jäger auf der Suche nach Blut, als Sinnbild für Sensationsgier, beschreibt. Die griechische Mythologie nimmt sich Plath erneut zu Herzen und bringt Medea in ihr Gedicht ein, welche jedoch sehr passiv agiert und weder goldenes Vlies findet, noch Könige tötet. Die Menge in Plaths Gedicht wird enttäuscht zurückgelassen, und wirkt einmal mehr sehr voyeuristisch. Bei Travnicek ist der Grund des Gedichtes ein…

    Kommentare deaktiviert für #Danach
  • Projekt [Parablüh]

    #Präambel

    Präambel heißt das 13. Gedicht in Cornelia Travniceks Gedichteband “Parablüh” und verbindet sich mit dem Gedicht “All the Dead Dears” von Sylvia Plath. Eine Präambel als feierliche Einleitung für den Vertrag mit dem Tod. Der Tod hat immer etwas Relatives, Morbides, wenn man Material nach dem Tod wird. Zunächst: Material für die Hinterbliebenen – als Materie in Form von Erinnerungen, die zuerst stark sind, dann verblassen, irgendwann verschwinden sogar. Als konkretes Material nach dem Tod für Würmer, Mäuse und Spitzmäuse (wie Plath es in ihrem Gedicht beschrieben hatte: Sie war im archäologischen Museum in Cambridge, wo sie einen Steinsarg entdeckte, der die Skelette von einer Frau, einer Maus und einer…

    Kommentare deaktiviert für #Präambel
  • Projekt [Parablüh]

    #Herzkönig

    Das Gedicht Herzkönig von Cornelia Travnicek findet seinen Ausgang im Gedicht “The Bull of Benylaw”. Dieses Gedicht war zeitlebens das einzige von Plath, welches sie für Kinder und Jugendliche konzipierte. Meiner Meinung nach geht es im Gedicht von Plath um die Erörterung eines Machtbegriffes, der zwischen Vater-Tochter herrscht. Dies wird durch einen Bullen den Kinder und Jugendlichen näher gebracht, der sich emanzipiert und das Reich zerstört. Der Bulle wird sogar übermächtig und überwindet das Meer. Dazu kam mir der Gedanke, dass die Macht ein gar mächtiges Ding ist und viele meinen, dass sie die Macht zwar wie einen Stier reiten, jedoch nicht wissen, dass der Stier die Richtung vorgibt. Bei…

    Kommentare deaktiviert für #Herzkönig
  • Projekt [Parablüh]

    #Diwan

    Diwan ist das 10. Gedicht von Cornelia Travniceks Gedichteband “Parablüh” und hat seinen Ausgangspunkt im Gedicht Point Shirley. Im Gedicht von Plath geht es um den Tod der Großmutter, und den Erinnerungen, die sie hinterlässt. Boston ist der Ort, an dem die Großmutter lebte und wohl Schwerstarbeit leistete. Die Großmutter wird hoch stilisiert, als Frau, die Probleme fernhält. Plath dürfte zu ihrer Großmutter ein besonderes Verhältnis gehabt haben. Travnicek greift den Gedanken der Großmutter auf und wendet ihn an um den Großvater zu beschreiben.  Der Großvater verlor nach und nach seine Beine – wahrscheinlich durch eine Amputation. Eine Möglichkeit, das Leben halbwegs erträglich zu gestalten, war das Diwan – eine…

    Kommentare deaktiviert für #Diwan
  • Allgemein

    #Donauweibchen

    Donauweibchen ist das 10. Gedicht von Cornelia Travniceks Gedichteband “Parablüh” und enthält eine Referenz auf Plaths Gedicht Lorelei. Der Titel Donauweibchen ist normalerweise der Titel einer Sage, die im österreichischen Donauraum verbreitet ist. In der Sage geht es um einen Jungen, der sich in das Donauweibchen verliebt und eines Tages von ihr entführt wird und nie wiederkehrt. Ähnliche Gedanken lassen sich auch in beiden Gedichten finden. Meines Erachtens bezieht sich der Titel auf die Thematik Suizid. In Travniceks Gedicht kommen Sirenen vor, ein griechisch mythisch anmutender Vergleich zum Donauweibchen. Der Wind, der ihre Aufgaben übernimmt, macht die Sirenen sogleich untauglich. Eine Anklage der Sirenen wird trotzdem vernommen, dass Ahnen in…

    Kommentare deaktiviert für #Donauweibchen
  • Projekt [Parablüh]

    #Standbild

    Als heutiger theoretischer Input diente mir Cornelia Travniceks Gedicht “Standbild”, welches mit “Der Koloss” von Sylvia Plath zusammenhängt. Während es bei Plaths Gedicht um ihren Vater geht, zu welchem sie kein gutes Verhältnis hatte, geht es bei Travniceks Gedicht um den “Vater Staat” und eine Ebene darüber. Meiner Meinung nach zeichnet sich das Gedicht vorrangig über das Erzählen von Stein und Statue aus. Ausgehend von den Statuen, die man “Ehrenmännern” errichtet, wird versucht zu das Gebilde eines Staates zu kritisieren. Dies sehe ich zu einem im Begriff “Altvordere” und dem Vers “Nichts, als eine Säule bist du” abgebildet – beides für mich ein Hinweis auf eine negative Konnotation. Ebenso werden…

    Kommentare deaktiviert für #Standbild
  • Projekt [Parablüh]

    #Goodbye Skye

    Goodbye Skye ist das achte Gedicht in Cornelia Travniceks Lyrikband “Parablüh” und hat seinen Ausgangspunkt in Sylvia Plaths Gedicht “Departure”, also Abreise. Beide Gedichte fallen durch einen sehr warmen, gutherzigen Ton auf. Besonders das Goodbye wirkt mehr als ein Ankommen, als denn ein Abschied. Mit dem Ankommen ist zu einem der Ort Skye gemeint, der wunderbar beschrieben wird, als auch das Ankommen bei einem anderen Menschen. Auch bei Plath ist eine zweite Person in dem Gedicht mit gemeint. Die Gedichte unterscheiden sich bezüglich ihres Ortes – während das eine auf der Insel Skye spielt (die größte Insel der inneren Hebriden in der Nähe Schottlands), befasst sich das Gedicht von Plath…

    Kommentare deaktiviert für #Goodbye Skye
  • Projekt [Parablüh]

    #Satyrnalia

    Satyrnalia, als siebtes Gedicht in Cornelia Travniceks “Parablüh” referiert mit dem Gedicht “Faun” von Sylvia Plath. Erstaunend bei beiden Gedichten ist die Verbindung von griechischer und römischer Mythologie. Satyr oder Faun sind ja nach griechischer und römischer Mythologie Waldgötter, deren Extremitäten an Ziegen und andere Böcke erinnern. Der Faun ist der Enkel des Saturnus. Diese Verbindung stellt sich als besonders erfreulich da, da es eben auch die Saturnalien gibt. Die Saturnalien waren hohe römische Feiertage zu Ehren des Gott Saturns – erstmals nach der Gründung des Forum Romanum eingeführt – die entweder am 17. oder am 23. Dezember starteten und später bis 30. Dezember erweitert wurden. Der Titel des Gedichtes…

    Kommentare deaktiviert für #Satyrnalia
  • Allgemein

    #Idyll

    Meine heutige Analyse befasst sich mit dem sechsten Gedicht von Cornelia Travnicek “Idyll” und mit Sylvia Plaths “Hardcastle Crags” (siehe Referenzen im unteren Bereich) Sylvia Plath erwählte den britischen Ort “Hardcastle Crags” um ein Gedicht über die Konformität zu schreiben. Im konkreten Sinne schreibt sie von einer Frau, die sich den Boden zurechttrampelt, sie wird müde, beobachtet Tiere, die zu Stein geworden sind, und führt ihren Weg spät in die Nacht weiter, bevor sie von Steinen und Hügeln zerdrückt wird, beugt sich das lyrische Ich und geht zurück. Die figurative Bedeutung des Gedicht lässt auf den inneren Kampf mit der weiblichen Konformität einer männerorientierten Welt schließen. Das Aufbegehren bezüglich dieser…

    Kommentare deaktiviert für #Idyll