• Filmrezensionen

    [review] Finding your feet.

    Der Film Da ist Sandra und die hat eigentlich ein schönes Leben. Eigentlich. Sie erfährt  bei ihrer Pensionierungsfeier, dass ihr Leben eine Bruchbude ist, gefühlt, weil ihr Mann sie nach Strich und Faden betrügt. Gut, dass Sandra eine Schwester hat, zu der sie kurzfristig kann. Elizabeth, kurz Bif, lässt ihre Schwester nicht im Stich. Die Schwester nähern sich langsam einander an, nachdem sie sich solange nicht gesehen haben. Hilfreich ist da vor allem der Tanzkurs von Bif, bei dem Sandra auch Bif’s Freunde Charlie, Jackie und Ted kennenlernt. Sandra lernt, dass Rente nicht unbedingt Ende heißt, sondern der Beginn von etwas großem Neuen sein kann… Der Regisseur Richard Loncraine (*1946…

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  • In eigener Sache

    Eine Geschichte der Leere.

    Manche Geschichten mag man erzählen. Zu anderen will man schweigen. Weil Schweigen der Triumph des Scheiterns ist. Schweigen als letzte Möglichkeit, Erinnerungen erträglich zu machen. Weil Scheitern manchmal auch sexy ist. Und gute Bilder hat. Bilder der Leere, wenn man sie titulieren müsste. Ein leises “J’existe”, ich existiere. Festzuhalten in Bilder, damit die Erinnerung nicht erblasst.

  • Filmrezensionen,  Reviews

    [review] Lieber leben. | Patients

    Der Film Angenommen, du bist ein talentierter Basketballspieler, willst Sport studieren und liebst das Leben. Dann passiert etwas, was du aus Leichtfertigkeit machst: Du brichst in ein Freibad ein, hüpfst vom Turm in viel zu niedriges Wasser und bist fortan querschnittgelähmt. Willst du dann noch leben oder aufgeben? Diese Frage stellt sich der Film die ganze Zeit: Ben, so heißt dieser Junge, dem das passiert ist, kommt nach mehreren Operationen in eine Reha-Klinik. Verzweifelt, nicht mal den Fernseher einschalten zu können oder aufs Klo gehen zu können. Ben beginnt langsam zu resignieren, wenn er nicht das Schicksal von anderen sieht, denen es ähnlich geht. Farid wird sein Freund und die…

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  • Allgemein,  In eigener Sache

    Ein ganz und gar erbauliches Jahr.

    Es wird eigentlich kein Jahresrückblick, es ist eine Abrechnung von den Summen und Unsummen, die man während eines Jahres ausgibt und erledigt. Dieses Jahr stelle ich ebenso die Betrebungen vor – was man lernen und machen will. Ein Tanz um 365 Tage. // private things Ich habe das Jahr erneut versucht Plastikmüll zu vermeiden, und es ist mir weitestgehend gelungen. Hie und da habe ich noch Plastiktüten bekommen bei Kleidung, sonst hatte ich häufig Tasche und Korb mit. Schwer finde ich Müllvermeidung im Lebensmittelbereich, da ich an meinem Wohnort keinen Store oder Supermarkt habe, der Lebensmittel ohne Verpackung verkauft. Ich hoffe, dass sich das die kommende Jahre noch ändern wird.…

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    [review] It was fifty years ago.

    Wer mich kennt weiß, dass ich die Beatles wirklich liebe. Nicht, weil sie Alben wie “Revolver” gemacht haben, oder Alben wie “Help”, “Rubber Soul” oder “Please, please me”. Ich verehrte sie vorrangig aufgrund des Album “Sgt. Pepper Lonely hearts club band”. Ein schönes, gut durchdachtes Plattencover, ein Vorbote für die nahenden Siebziger, mit einem Moustache-Bart zum Ausschneiden im Inneren, und alle Helden vorne am Cover, die die Beatles verehrten, man findet auch Marx darauf. Psychedelic drin, ein bisschen von den alten Beatles, mit dem gleichen Song startend und endend, kurz um, eines der besten Platten, die je in der Musikgeschichte entstanden sind. Umso mehr freute es mich, als ich nun…

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  • Filmrezensionen,  Reviews

    [review] Die Überglücklichen.

    Angenommen, man lernt jemanden kennen, der vorgibt, verdammt reich zu sein, behauptet, die Nummer von George Clooney im Telefonbuch zu haben, den ganzen Tag labert und das in einer psychiatrischen Anstalt mitten in der Toscana. Was ist, wenn die andere schwer depressiv ist, sich das Leben neben will und alles von der Welt gesehen hat? Was ist, wenn sich zwei so Frauen kennenlernen, ausbüxen aus der Anstalt, weglaufen und das größte Abenteuer ihres Lebens damit beginnt? Nämlich die Suche nach dem Glück? Verrückt sein, nennen es wohl einige, klinischer Befund wohl andere Menschen. Beatrice (Valeria Bruni Tedeschi), eine Frau mittleren Alters gerät durch eine bipolare Störung auf die schiefe Bahn,…

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    Review // Bauer unser

    Ein kritischer Blick wirft der Regisseur Robert Schabus auf die heimische Landwirtschaft. Bauern sollen schneller, ökonomischer und billiger produzieren. Der Film wirft die Frage nach dem Wert von Lebensmittel auf, die Patt-Situation zwischen dem Milchpreis und Mineralwasser, das teurer ist. Die Botschaft: So kann es nicht weitergehen. Heimische Bauern suchen ihr Heil in der Expansion ihrer Betriebe, ein Wettkampf um mehr Pachtgründe, mehr Technologie, mehr Gewinn. Aufhorchen lässt ein Bauer, der erzählt, dass er sogar etwas bezahlen muss, um seine Schweine liefern zu dürfen. Ein anderer wiederum spricht von einem glücklichen Leben der Hühner, wenn sie per 18 Stück auf einem Quadratmeter zusammen leben “dürfen”. Ein Interview mit Landwirtschaftsminister Andrä…

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    Review // Ungeheuer

    Einen Krimi in das Mittelalter verlegen? Geht! Martin, Ritter kommt zurück ins Mühlviertel zu seiner Familie. Der Herzog befiehlt Martin zwei Tagesritte entfernt ein Lehnswesen zu überwachen,  dessen Lehnsherr auf mysteriöse Art und Weise. Marx, der Dorfsprecher bringt Unruhe in das Dorf, Siegfried, selbsternannter Drachentöter, als auch der Pfarrer mischen ordentlich mit. Martin versucht aufzuklären, wer den grausamen und ungerechten Lehnsherren umgebracht hat, doch jeder Dorfbewohner hat ein Motiv.  Je mehr sich der Ritter einmischt, desto mehr droht ihm Gefahr, schließlich gibt es Ungeheuer…. Josef Lichtenberger, oberösterreichischer Regisseur, schuf den Film als Abschlussarbeit für seinen Bachelorstudium zum Thema Zeitbasierte und interaktive Medien an der Kunstuniversität Wien. 2014 startete Josef Lichtenberger…

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    Review:: Heimat erlebt Großdeutschland.

    Eine Premiere der Filmdokumentation “Grein erlebt Großdeutschland” des historischen Vereins der Stadt Grein fand gestern im Stadtkino Grein statt. Die Filmemache Stefan Mandlmayr, Andreas Kastenhofer und Karl Hohensinner befragten in der Stadt Grein bereits in den 1990iger Jahren Zeitzeugen und lieferten eine wunderbare zeitgeschichtliche Dokumentation ab. Karl Hohensinner berichtet zuerst von den Problemen, die sich zunächst ergaben: Die Finanzierung des Filmes, die lange dauerte und man bei den Zeitzeugen am liebsten spitz formuliert hätte: “Also bitte bleiben sie gesund und sterben sie nicht gar vielleicht, bitte passen sie ihren körperlichen Verfall den Förderrichtlinien des Landes Oberösterreich an!” Eine gute Vorstellung erbrachte auch Robert Meyer (ich freue mich wahnsinnig, dass ich gestern…

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  • Filmrezensionen,  Reviews

    Review: holz erde fleisch.

    holz erde fleisch ist ein Dokumentarfilm der bereits im Juni in kleineren Programmkinos zu sehen war und von drei Bauern handelt, die jeweils einen Bereich des Titels brachial, manchmal mit ein wenig bäuerlicher Romantik personifiziert darstellen. Höchst unangenehm beginnt der Film mit einer selten da gewesenen Stille, die das Schlachten eines Schafes mit dem Schlagbolzen und dem Ausbluten des Tieres zeigt. Wenig geschont wird bereits hier verdeutlicht, welche Grundmotive der Film beherbergen soll, wie hart und unbeugsam manch Mensch in der Landwirtschaft zu arbeiten hat. Herbert Lang, der für das Fleisch in der Dokumentation steht, zeigt eine zerrissene und breitgefächerte Persönlichkeit, die vom schwierigen Verhältnis zum Vater und zum komplizierten…

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