• Projekt [Parablüh]

    #Herzkönig

    Das Gedicht Herzkönig von Cornelia Travnicek findet seinen Ausgang im Gedicht “The Bull of Benylaw”. Dieses Gedicht war zeitlebens das einzige von Plath, welches sie für Kinder und Jugendliche konzipierte. Meiner Meinung nach geht es im Gedicht von Plath um die Erörterung eines Machtbegriffes, der zwischen Vater-Tochter herrscht. Dies wird durch einen Bullen den Kinder und Jugendlichen näher gebracht, der sich emanzipiert und das Reich zerstört. Der Bulle wird sogar übermächtig und überwindet das Meer. Dazu kam mir der Gedanke, dass die Macht ein gar mächtiges Ding ist und viele meinen, dass sie die Macht zwar wie einen Stier reiten, jedoch nicht wissen, dass der Stier die Richtung vorgibt. Bei…

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  • Projekt [Parablüh]

    #Standbild

    Als heutiger theoretischer Input diente mir Cornelia Travniceks Gedicht “Standbild”, welches mit “Der Koloss” von Sylvia Plath zusammenhängt. Während es bei Plaths Gedicht um ihren Vater geht, zu welchem sie kein gutes Verhältnis hatte, geht es bei Travniceks Gedicht um den “Vater Staat” und eine Ebene darüber. Meiner Meinung nach zeichnet sich das Gedicht vorrangig über das Erzählen von Stein und Statue aus. Ausgehend von den Statuen, die man “Ehrenmännern” errichtet, wird versucht zu das Gebilde eines Staates zu kritisieren. Dies sehe ich zu einem im Begriff “Altvordere” und dem Vers “Nichts, als eine Säule bist du” abgebildet – beides für mich ein Hinweis auf eine negative Konnotation. Ebenso werden…

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  • Allgemein

    #Idyll

    Meine heutige Analyse befasst sich mit dem sechsten Gedicht von Cornelia Travnicek “Idyll” und mit Sylvia Plaths “Hardcastle Crags” (siehe Referenzen im unteren Bereich) Sylvia Plath erwählte den britischen Ort “Hardcastle Crags” um ein Gedicht über die Konformität zu schreiben. Im konkreten Sinne schreibt sie von einer Frau, die sich den Boden zurechttrampelt, sie wird müde, beobachtet Tiere, die zu Stein geworden sind, und führt ihren Weg spät in die Nacht weiter, bevor sie von Steinen und Hügeln zerdrückt wird, beugt sich das lyrische Ich und geht zurück. Die figurative Bedeutung des Gedicht lässt auf den inneren Kampf mit der weiblichen Konformität einer männerorientierten Welt schließen. Das Aufbegehren bezüglich dieser…

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  • Allgemein,  Projekt [Parablüh]

    #Limbus

    Limbus ist das fünfte Gedichte in Cornelia Travniceks Gedichteband “Parablüh” und befasst sich mit dem Gedicht “The Eye-Mote” von Sylvia Plath. Das Gedicht von Sylvia Plath (weiter unten als Referenz angegeben) befasst sich auf erster Ebene mit Pferden, die beobachtet werden und alsbald ein Staubkorn in das Auge des Betrachters fällt, die verschroben wahrgenommen werden und ein furchteinflößendes Abbild ihrer selbst bleiben. Abstrahiert betrachtet könnte das Gedicht so interpretiert werden, dass die Vergangenheit den Blick auf die Zukunft verändert und man Opfer seiner verzerrte Wahrnehmung der Gegenwart ist. Das Gedicht selbst schrieb Plath aufgrund einer damals aktuellen Verletzung, bei welcher sie einen Holzsplitter in das Auge bekam und Wochen brauchte,…

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  • Allgemein

    #Säue.

    Cornelia Travniceks Gedicht “Säue” hat seine Inspiration in Sylvia Plaths Gedicht “Sow”. Cornelia schrieb als Referenz dazu: Plath hat sich mit einer Sau beschäftigt, ich mich mit vielen… Mit diesem Gedicht habe ich mich aufgrund der Länge am meisten auseinander gesetzt. Aber auch, weil es mich persönlich sehr trifft – als Nachbarin eines industriellen Mastbetriebes für Schweine  – sehr unglücklich mit dem Umgang und des Wertes, den ein Schwein hat. Einer meiner Gründe, auf Fleisch zu verzichten. Es hat mir beim Lesen schon wehgetan, wie Schweine trotz ihrer hohen Intelligenz und ihrer großen genetischen Verwandtschaft zum Menschen nicht als gute Lebewesen wahrgenommen werden. Diese Trostlosigkeit wird im Umfeld wahrgenommen –…

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  • Projekt [txt]

    [txt] Fernweh.

    All diese deine Fehler und die Suche nach dem Meer bloß deine Ohren rauschen wie wenig außer einer Vorstellung und durchgelatschten Schuhen bleibt. Deine Arme sind so lang du umarmst regelrecht die Welt ich wünschte du würdest davon erzählen wie du die Strecken zu mir aus den Gleisen reißt. All deine Trauersprache packst du in einen Lederkoffer heute lässt du dir neben Bart auch ein Schweigen stehen und läutest bei meiner Tür. Dein Fernweh hört nur auf wenn du zwischen meinen Beinen liegst und mir Seite um Seite ein Stück von deiner Welt in meine Öffnungen füllst. Jedes Mal, wenn ich an dich denke entsteht in mir ein neues Loch…

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  • Allgemein,  Poetik

    Surreale Wirklichkeit.

    Monogame Betten in Februarjanuarnächten und der Gedanke daran was dir und mir fehlt. Nervenstränge knistern blinken heizen am Fehlenden und im Wissen dass es uns von vorn bis hinten quält. Du streckst mir Gedankengänge wie die Hand entgegen sleep with me steht hinter den Augenlidern auf deiner Einkaufsliste steht wine und something dass man damit essen kann ich küss deine Rotweinlippen die du mir schickst so ist das Leben C’est la vino Ich räkle mich deinen hohen Gedankensprüngen an und darunter man erliegt dem verfluchten Hang und schiebt sich surreal einem Geiste entgegen und die Weingläserränder aneinander wenn man könnte come to me und Fingerabdrücke in die Nacht entsenden Wenn…

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  • Poetik

    Optionen der Zukunft.

    Man sucht die Hoffnung in der Rubrik einer Zeitung und durchkämmt den Anzeigenmarkt man trinkt Romane zu Kuchen und Abendbrot und zwischen den Zeilen findet sich nichts Adäquates. Zwischen Weiß und Rot muss die Liebe liegen oder was Ähnliches so sucht man sie vergeblich am roten Meer zwischen Salz und Jammer alte vergilbte Bücher die davon wussten. Wir waren dort bei den Optionen der Zukunft und sprangen beinahe von den Klippen zwischen den Häuserschluchten und den Kanälen im Grau der Stadt gefunden als gäbe es uns nicht. Du sprachst von Hoffnung als Kind der Wut und über all die enttäuschten Minuten, die Stunden betrogen Dein Seuzfen erklang in der Meeresbucht…

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  • Poetik

    Alternativentwurf.

    Vielleicht nicht so sein und heiraten, Haus bauen, Kinder kriegen oder einen Baum pflanzen. Vielleicht anders sein, und sechs Kinder kriegen, ein altes Haus kaufen, aufs Land ziehen, wilde Ehe pflegen und einen ganzen Wald ansäen. Bücher lesen, Tee trinken und abwarten, mit dir die Nächte zerdiskutieren die Morgengrauen vertreiben oder sich beeilen, nur Zeitschriften lesen und Kaffee runterleeren, sich auf Fakenews betten und sich permanent den Wecker stellen. Dich im Meer suchen, untergehen, in deinen Metaphern tauchen, dir auf die Zehen treten und Fische im Ozean verschlingen oder dich in der Luft finden, hinauffliegen, in deinen Offensichtlichkeiten schweben, dir die Hände geben und die Vögel in der Luft braten.…

  • Poetik

    Fuchs | Möwe | Ungetier.

    Wäre ich ein Fuchs, wärst du die Möwe, lieb ich den Wald, dann du die Höhe du bist so laut und brüllst hernieder deine theoriegewordenen unbiegsamen Überflieger Wäre ich ein Schaf wärst du der Löwe bin ich leise brüllst du Gelöbe von Schmerz und Pein und schreist hinein deine Unvernunft ganz kochend rein. Wäre ich ein Elefant und du die Eule bin ich traurig auf meine ganz eigene Weise Trauer mein Ungetier trampelt dich tot deine Bäume sterben du kennst die Not. Wär ich ein Wolf wärst du Fisch greife reißerisch und du um mich all die Wut in mir verletzt dich du Schuppentier ich transformatives Ungetier. Bildnachweis

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