• Projekt [txt]

    [txt] Fernweh.

    All diese deine Fehler und die Suche nach dem Meer bloß deine Ohren rauschen wie wenig außer einer Vorstellung und durchgelatschten Schuhen bleibt. Deine Arme sind so lang du umarmst regelrecht die Welt ich wünschte du würdest davon erzählen wie du die Strecken zu mir aus den Gleisen reißt. All deine Trauersprache packst du in einen Lederkoffer heute lässt du dir neben Bart auch ein Schweigen stehen und läutest bei meiner Tür. Dein Fernweh hört nur auf wenn du zwischen meinen Beinen liegst und mir Seite um Seite ein Stück von deiner Welt in meine Öffnungen füllst. Jedes Mal, wenn ich an dich denke entsteht in mir ein neues Loch…

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  • Poetik,  Projekt [txt]

    [txt] Deine Planetenumlaufbahn hat Schlaglöcher.

    Deine Lesart gleicht keinem Buch Impulse und Affekte dich dich zersetzen in einsamen Momenten du sprichst von Beliebigkeit und Wundheilungen vielleicht sogar sowas wie von Nähe ich zeig dir Landschaften und hermeneutische Weiten Worte auf Buchdeckel Heimreisen sagst du und bist völlig ausgebucht und Zugfahren nachhause sind Katastrophen kennst du meinst du wenn man dir sagt dass du einer bist das Gegenteil von allem was irgendwie mit Liebe zu tun hat zuckst du bloß und meinst das weiß ich mittlerweile, baby und du bist nur mehr ein Buchdeckel ohne Cover deine Oberfläche is komplett zerkratzt da helfen keine Bücherregale mehr du redest von Anziehungskraft aber wir sind kein Sonnensystem auch…

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  • Projekt [txt]

    [txt] Fingerspitzengefühle.

    Soviel Achtung von dir haben gerade so viel noch wie man tragen kann in diesen Taschen aus Jute in die du hin und wieder deine Angst in der Welt und dein Scheitern packst und damit spazieren gehst bist das Loch im Herz auch eins in die Tasche reißt und all die Halbwahrheiten herauspurzeln die wir uns erzählt haben zwischen als den Lügen den Sabotagen und dem Meer an Befindlichkeiten Es an die Spitze treiben für ein bisschen Gefühl in den Händen und Füßen und Fingerspitzengefühle für den jeweils anderen aufbringen und sich daran wärmen wie an Maronen und sich mit Knopfaugen nicht eingestehen dass wir zwei Handschuhe sind du der…

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  • Poetik

    Zimtwind.

    Du stehst inmitten eines Zimtwindes und strahlst wie eine Sonne aus Pfeffer Luftpostbriefe muss man dir schreiben in einer Schrift aus Blütenhonig dich will man tanzen bis Mehlstaub über die Erde zieht goldene Vögel stehen am Firmament und ziehen silberne Kreise und dein Zimtwind wirbelt dir näher kommen wollen und dich hermeneutisch streicheln bis du schwarzer Zucker bist deine Fuße treten in das Meer von Verzweiflungstaten Versagen schmeckt immer süß so wie Zimtwinde und nach etwas grünem Kardamom   Bildnachweis

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  • Allgemein,  Poetik

    Worte aus Stein.

    Graue glasige Augen im Stimmenmeer der Suchenden Blick auf Blick Geklirre auf Gelächter wir könnten sein im Nebel innen wie außen. Süße Gedanken umspielen den Mund und zieren unser Selbst. „Wirst du, wirst du, wirst du – für mich sein?“ Trauer in den Rotwein gepackt und Beine so schwer wie schwere Mahlzeiten des Lebens. Lass uns Sterne riechen und verbrennen unsere Kehle mit viel zu kühnen Worten „Wirf mein Wort entzwei wirf es auf den Tisch aus Stein“ Lippenmusik und Ohrentanz im zwischenmenschlichen Schein Morgen war noch nie heute aber bald, bald wird es sein. Bildquelle: pixabay

  • Allgemein,  Poetik

    Wenn du mich fragst.

    Wenn du mich fragst, dann ist die Seele zwischen dem Magen der Lunge und dem Herz. Wenn du mich fragst, dann kommt – wahrscheinlich – das ganze Bauchweh nicht ständig vom Vermissen – schon auch – aber doch zumeist vom Seelenschmerz. Wenn du mich fragst, dann zieht sich das Herz stetig deswegen nur permanent zusammen, weil die Seele boxt, haut und strampelt. Wenn du mich fragst, dann bleibt einem so oft die Luft weg und die Lunge sticht, weil die Seele atmen lässt. Als hättest du mich je gefragt.

  • Allgemein,  napowrimo

    Modalverbenverlust.

    nichts wollen dürfen und schon unter gar keinen umständen wirklich dürfen alles ist immer- können müssen sollen müssen auch zu oft viel zu oft können wollen nur nie sollen dürfen müssen sowieso nie viel zu oft müssen sollen nur die meiste zeit nie wollen mögen, aber dich mögen.

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  • Allgemein,  Poetik

    Metalyrik

    metalyrik und zwischen schreiben schlafen wachen weiterschreiben und beruhigung finden wälzen in worten weil du mir die grenze bist. retrospektive gewalt gegen sich selbst verletzen aufschreiben kürzen und stille finden toben in sätzen weil ich mir die grenze bin. Nivelliert sich an den großen dingen reiben zanken manifestieren und schlaf finden streicheln die texte weil wir uns die grenze sind.

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  • Allgemein,  Poetik

    Wünsch mir was.

    Es ist nämlich nicht so, dass ich mir nichts wünsche. manchmal bin ich kühn und ich wünsch mir ziemlich viel. Ich hab den ganzen bauch voller wünsche und hoffnungen und manchmal träum ich auch davon. was es heißt zu tanzen, frei zu sein auf der tanzfläche der gefühle herum zu wirbeln in deinem sandsturm. So klug und wunderbar die schatten zu bekämpfen und deine lippen küssen, die leuchten so schön. die sternschnuppen in deinen augen hören wie sie mir verheißung versprechen und liebe im kopf flüstern das wär schön. Es ist nämlich nicht so, dass ich mir nichts wünsche. manchmal bin ich wundertoll ich brauch die zweifel nicht, und mir…

  • Allgemein,  Poetik

    Wir wollen Meer.

    Wenn wir ans Meer kommen, dann lass uns schweigen, Nicht von den Helden erzählen, die wir lesen und nie sind. Wenn wir laufen, dann lass uns laufen, durch den Sand der Vergangenheit, müde werden wir nie. Lass uns die Windmühlen zählen, in die wir unser Leid jagen, sie mahlen weiter, wenn auch langsam. Wenn wir Grashalme sehen, so lass uns sie streifen wie die Erinnerungen, die wir miteinander teilen. Wenn wir dann da liegen und die Wolken zählen, dann behutsamer, als die Zählung uns´rer Fehler. Wenn wir die Wellen spüren lass sie uns spüren. Es ist uns vertraut, wenn es unsereins erschlägt. Wenn wir das Salz riechen und es die…

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