• Projekt [Sterbenswörtchen]

    Projekt [Sterbenswörtchen]: Matthias G. Kreitner

    Wer sind die großartigen Autoren und Autorinnen, die die Welt Blick um Blick bereichern? Einer davon ist Matthias G. Kreitner und wohnt derzeit abwechselnd in Bremen und Wien. Matthias beschäftigt sich mit Theatertheorie und widmet sich viel seinen Inszenierungen. Daneben schreibt er auf seinem Blog erstgewesen theoretische Samplings, als auch Icareae, also Arbeitsthesen. Mehrfach wurde Matthias bereits veröffentlicht in Anthologien, als auch in Literaturzeitschriften. Mehr dazu kann man auf seinem Blog lesen. Matthias war so herzallerliebst und hat sich Gedanken über den Tod gemacht:   Was bedeutet Tod für dein Schreiben? Erstmal ist der Tod im Text Perspektive. Ich kann ihn ja mit meinem Schreiben nie erreichen und/oder adäquat beschreiben.…

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  • Prosa

    Weg.

    Seit dem 15. bist du weg. Du bist einfach gegangen, hast nicht gefragt, ob ich das will. Du bist weg. Da liegt noch deine Zahnbürste, diese Eventualitäten-Zahnbürste, die du nie mehr wieder anrühren wirst. Die liegt da im Bad, neben dem Staub, der mehr wird, aber vielleicht bist du das, das neben dem Staub. Oder wie der Staub am Bahnhof, den man nicht sieht, weil Bahnhöfe nie mit Staub verbunden werden. Bahnhöfe verbindet man mit Abschied und Ankommen, mit Gehen und Wiederkommen, mit Kälte und Wind und Laufen und Koffer in die Hacken bekommen. Ich verbinde Bahnhofe mit Nie-mehr-Wiedersehen, mit der Endgültigkeit, mit dem Weggehen, mit dem Nicht-mehr-Ankommen-Können, mit dem…

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  • Allgemein,  Projekt [Sterbenswörtchen]

    Projekt [Sterbenswörtchen]: Dominik Leitner

    Das Projekt [Sterbenswörtchen] lädt jeweils einen Autor/eine Autorin ein, Fragen über den Tod und über das Leben zu beantworten. Der Oberösterreicher und Wahlwiener Dominik Leitner war mein Gast im Monat Oktober. Dominik, ein großartiger Journalist als auch Autor, ist das Sterben und der Tod  nicht unbekannt.  Auf seinem Literaturblog schreibt Dominik zum Teil autobiographische Sachen, die sich mit dem Thema Abschied nehmen und Sterben beschäftigen, sowie poetische Auseinandersetzungen wie das Gedicht “Augen auf” . Hier gehts zum Interview! Was bedeutet Tod für dein Schreiben? In meinem literarischen Schaffen musste der Tod schon allzu oft als Inspiration herhalten. Er ist ein ständig begleitendes Thema. Vor ungefähr zehn Jahren begann ich damit, Texte…

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  • Allgemein,  Projekt [txt]

    [txt] Schatz.

    Heute bist du fast neben mir gesessen. Im Wartezimmer beim Arzt.  Krank hast du nicht wirklich ausgesehen, aber du kannst dich gut schminken und Augenringe hat schließlich jeder zweite Mensch. Aufrecht sitzt du da, siehst in die Menge an kranken Menschen, und ekelst dich ein bisschen, das sieht man dir an. Es ist dir zu laut, du ziehst eine Augenbraue nach oben, machst das rechte Auge zu und ziehst die auf derselben Seite sitzende Schulter Richtung Kopf. Du siehst nun auf deine Schuhe, deine Lippen bewegen sich. Es sieht aus, als würdest du zu deinen Schuhen reden, einen Schlachtplan ausmachen, fliehen wollen, immer weiter, einfach weg aus dieser Realität. Neben…

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  • Allgemein

    Projekt [txt]: Mucksmäuschenstill.

    Ich habe da diesen einen Traum, kennst du das, wenn du einen Traum immer wieder träumst, so wie diesen einen Traum, den alle haben, diesen einen vom Fallen in die Tiefe. Meiner ist genauso. In meinem Traum kommt ein glatzköpfiger Mann vor. Nie klein, nicht groß, nicht dünn, nicht dick. Er fällt nicht auf, bis auf diese Glatze. Ich bin in meinem Traum ein Kind, weißt du? Ich sitze in meinem Traum in meiner alten Klasse in der Grundschule, wie immer zweite Reihe ganz rechts außen, damit ich nicht soviel aus dem Fenster schauen kann, weil ich dann immer die Züge beobachte, mit denen ich immer mitfahren will. Jetzt schaue…

  • Filmrezensionen,  Reviews

    Review: holz erde fleisch.

    holz erde fleisch ist ein Dokumentarfilm der bereits im Juni in kleineren Programmkinos zu sehen war und von drei Bauern handelt, die jeweils einen Bereich des Titels brachial, manchmal mit ein wenig bäuerlicher Romantik personifiziert darstellen. Höchst unangenehm beginnt der Film mit einer selten da gewesenen Stille, die das Schlachten eines Schafes mit dem Schlagbolzen und dem Ausbluten des Tieres zeigt. Wenig geschont wird bereits hier verdeutlicht, welche Grundmotive der Film beherbergen soll, wie hart und unbeugsam manch Mensch in der Landwirtschaft zu arbeiten hat. Herbert Lang, der für das Fleisch in der Dokumentation steht, zeigt eine zerrissene und breitgefächerte Persönlichkeit, die vom schwierigen Verhältnis zum Vater und zum komplizierten…

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  • Allgemein,  Poetik

    Wann kommst du.

    wie zwei katzen die gegen süden streunen und da nach dem polarmeer suchen und sehnen erklär mir wann kommst du wann kommst du um mir das letzte bisschen leben zu verklären wie zwei geister die so verloren treiben und da in dem Leben sinnen und schlafen wann kommst du wann kommst du um mir das letzte bisschen sinn zu ergeben wie zwei nächte die so suchend vergehen und da in den tagen siegen und scheitern wann kommst du wann kommst du um mir das letzte bisschen liebe zu vergeben wie zwei lichter die so tanzend niedergeh´n und da in den sternen schreien und stammeln wann kommst du wann kommst du…

  • Poetik

    Zimtwind.

    Du stehst inmitten eines Zimtwindes und strahlst wie eine Sonne aus Pfeffer Luftpostbriefe muss man dir schreiben in einer Schrift aus Blütenhonig dich will man tanzen bis Mehlstaub über die Erde zieht goldene Vögel stehen am Firmament und ziehen silberne Kreise und dein Zimtwind wirbelt dir näher kommen wollen und dich hermeneutisch streicheln bis du schwarzer Zucker bist deine Fuße treten in das Meer von Verzweiflungstaten Versagen schmeckt immer süß so wie Zimtwinde und nach etwas grünem Kardamom   Bildnachweis

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  • napowrimo

    I heard it through the graveyard //napowrimo 16.19

    We know what’s power and we know what’s fail we know that time is coming to pass timezones were abolished because the inner time of everybody is almost the same We know what´s fight and we know what´s win we know that time is changing as well courage was introduced because there´s need bullets were invited to be kissed We know what´s past and we know what´s written we know that time puts us to shame silence was not given to us for eternity houses still will fall the same.

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  • napowrimo

    //napowrimo 16.8

    Was keiner wollte und keiner gesagt haben will was keiner meinte und nie so gehabt haben wollte was keiner sagte und doch jeder meinen wollte was keiner wagte und doch ein jeder wollte was keiner redete und jeder wissen wollte was keiner wählte und jeder erhoffte war dann einer den niemand mehr wollte.

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