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    [txt] Fingerspitzengefühle.

    Soviel Achtung von dir haben gerade so viel noch wie man tragen kann in diesen Taschen aus Jute in die du hin und wieder deine Angst in der Welt und dein Scheitern packst und damit spazieren gehst bist das Loch im Herz auch eins in die Tasche reißt und all die Halbwahrheiten herauspurzeln die wir uns erzählt haben zwischen als den Lügen den Sabotagen und dem Meer an Befindlichkeiten Es an die Spitze treiben für ein bisschen Gefühl in den Händen und Füßen und Fingerspitzengefühle für den jeweils anderen aufbringen und sich daran wärmen wie an Maronen und sich mit Knopfaugen nicht eingestehen dass wir zwei Handschuhe sind du der…

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    [txt] Schatz.

    Heute bist du fast neben mir gesessen. Im Wartezimmer beim Arzt.  Krank hast du nicht wirklich ausgesehen, aber du kannst dich gut schminken und Augenringe hat schließlich jeder zweite Mensch. Aufrecht sitzt du da, siehst in die Menge an kranken Menschen, und ekelst dich ein bisschen, das sieht man dir an. Es ist dir zu laut, du ziehst eine Augenbraue nach oben, machst das rechte Auge zu und ziehst die auf derselben Seite sitzende Schulter Richtung Kopf. Du siehst nun auf deine Schuhe, deine Lippen bewegen sich. Es sieht aus, als würdest du zu deinen Schuhen reden, einen Schlachtplan ausmachen, fliehen wollen, immer weiter, einfach weg aus dieser Realität. Neben…

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    Projekt [txt] Narrenfreiheit.

    Ich hab dich gehen lassen, einfach so.  Du bist tot neben mir im Bett gelegen und hast aufgehört zu atmen. Dabei warst du doch noch jung. Also nicht mehr ganz so jung, mittlerweile warst du schon ein Mensch, der nicht mehr alle Hoffnungen neben sich aufm Bett geparkt gehabt hat. Du hast schon manchmal vom Sterben geredet, bloß so ein bisschen. Aber du hast auch über Kinder geredet und wie das ist, wenn man mit jemanden sein ganzes Leben verbringen kann, du hast auch über Elektroautos geredet und jeden Tag über das Wetter. Jeden Tag bist du aufgewacht, hast auf dein Smartphone gesehen, hast das Wetter gecheckt und dich dann…

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    [txt] Verklärte Welt.

    Diese Welt hatte sich gefangen in ihrer dreisten Übertreibung und Poesie, die sie selbst nicht wollte. Nichts von alledem, was real und überschaubar war, ist ihr geblieben. Die Welt hatte sich die letzten Jahre in einem dieser unheilvollen Orte der Visionen verwandelt, in welcher jeder träumte, er könne alle erleben. Jeder meinte, es bräuchte nur etwas mehr Zeit, dann würde es werden. Jeder war der Ansicht, dass man alles erreichen konnte, wenn man es nur wollte. So ging es auch Herrn T. T war an Hoffnungen und an Träume gewohnt worden. Man erzählte ihm all die Lügen, die in der Zeitung standen und auch die Lügen, welche man zwischen den…

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    [txt] Dein Lächeln, ich weiß.

    Du machst kaputt, was mich eventuell zerstört baust Türme an der See für harte Zeiten was weiß ich, was dir so viel daran liegt in manchen Augenblicken find’ ich Schlüssel zu Schlössern, die du alleine kennst alles macht immer nur dein Lächeln, ich weiß. Wir sind nicht alt, eigentlich nicht erwachsen, nur Teenager, die die Zeit vergessen haben ich hab gesehen, woran dir so viel liegt erzählst du mir Geschichten, sind es neue oder alte, was weiß ich, haben alle neuen Anstrich alles erweckt immer nur dein Lächeln, ich weiß. Du fliehst, wenn du kannst, und bleibst doch kannst das Leben ohne Kinder und großem Haus lebst dein Nomandenleben, woran…

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    [txt] Habseligkeiten.

    Sei leise. Nein, dreh auf, sei laut. Rede mit mir, Baby, aber schweig lieber, ich mag dich nicht hören, wenn du mir die Wahrheit sagst. Sag mir doch die Wahrheit, und wenn es geht, dann lüg’ mich etwas an. Schreib wie die Sargnagel, sei auch mal lustig. Wenn es geht, sei auch etwas ordinär, das turnt mich an, jetzt sag ich es dir ja. Nein, also vielleicht doch nicht, Ordinär-Sein passt nicht zu dir, nein, bleib wie du bist, sei traurig. Aber nicht zu traurig. Schreib nicht zu intellektuell, das mag niemand lesen. Schreib weiter so, wie du schreibst, das ist gut. Lass mich an dich ran, Baby, ich will…

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    [txt] Trübungen.

    “Vielleicht ist das alles gar nicht so”, sagst du mir, “man kann nämlich statistisch gesehen mehr Pech haben als andere.” Ich frag dich, ob du schon mal darüber nachgedacht hast, dass es in Englisch kein Pech gibt, sondern bloß “bad luck”, also schlechtes Glück. “Ja stimmt”, entgegnest du, “und manchmal stell ich mir die Frage, wenn ich bei meinem Stammlokal vorbei geh und all die vergessen Überreste von glücklichen Männern an der Bar sitzen sehe, wo sitzen die femininen Kontraparts dazu?” Das mit den Kontraparts ist eine schwierige Sache, hab ich dir entgegnet und manchmal bleibt einem nichts anders als die Mittelmäßigkeit zu hassen, sagst dann wiederum du. So ist…

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    [txt] Wahnhaftig.

    Gespräch, dann Geschwätz. Irgendjemand musste, ohne dass er es wusste und im Anbetracht dessen, drei Kaffeehäuser weiter, und sich keiner Schuld bewusst zu sein, seine Worte gestohlen haben, denn er konnte sein Schreiben nicht mehr finden. Dennoch, nicht ganz frei von Schuld, so dachte er zumindest, wäre es ein Ansatz unter seiner Kaffeetasse nachzusehen, und wenn es so sein würde, dass sich seine innere Sprache darunter platzierte, wie sonst nur der Sud an Tassen heftet, wäre es wohl doch eine unausgegorene Idee und verwarf sogleich im selben Moment wiederum den Gedanken. Herr Wondracék, der Kellner des traditionsbewussten Kaffeehauses, kam diesmal nicht, um ihn, so hoffte er doch ein wenig, bei…

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    [txt] Berg.

    Berg und Berg kommen nicht zusammen aber Mensch und Mensch sagst du mir ja ins Gesicht Idiot das nenn ich dich aber steil bist du denn schon die halbe Lunge verschenkt für Zigarett`n voller Wut. Der Glaube versetzt Berge schreit das Echo in die Wand Hoffnung etwas Glück so auch widerhallt es Teil für Teil aber wen und was will man besteigen wie die Gipfel für das bisschen Augenblick Kommt der Berg nicht zum Propheten schürst du deine Wunden auf schluchzen können Berge auch schweig ich dir schon ins Gesicht aber was willst du tragen Schuld oder falsches Lächeln mehr als das bekomm ich nicht. Höchste Berge kommen vom Meer…

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    [txt] Nichtsdestotrotz.

    ob ich bei dir sein darf in deinem nichtraum von dunkellauten rissen umzogen hab ich dich gefragt ob du bei mir sein darfst auf der leisen seite des schlafes zwischen tschechien und zwetschgen und dem wunsch nach istanbul aber immer schleichst du dich davon nur nichtsdestotrotz ist es sehr warm zwischen hoffnung und verkehrsschilder für die zukunft hängst du mir ein bild auf die stirn schlag ich dir einen nagel in den traum dann küsst du meine wangen und der beischlaf ruht sich aus. darf ich deine wunden lecken und dein knie ebenso wie dein bein du baust mir ein bett aus möglichkeiten und dem herz einen weiteren knoten ein.…