• Projekt [Parablüh]

    #Goodbye Skye

    Goodbye Skye ist das achte Gedicht in Cornelia Travniceks Lyrikband “Parablüh” und hat seinen Ausgangspunkt in Sylvia Plaths Gedicht “Departure”, also Abreise. Beide Gedichte fallen durch einen sehr warmen, gutherzigen Ton auf. Besonders das Goodbye wirkt mehr als ein Ankommen, als denn ein Abschied. Mit dem Ankommen ist zu einem der Ort Skye gemeint, der wunderbar beschrieben wird, als auch das Ankommen bei einem anderen Menschen. Auch bei Plath ist eine zweite Person in dem Gedicht mit gemeint. Die Gedichte unterscheiden sich bezüglich ihres Ortes – während das eine auf der Insel Skye spielt (die größte Insel der inneren Hebriden in der Nähe Schottlands), befasst sich das Gedicht von Plath…

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  • Projekt [Parablüh]

    #Satyrnalia

    Satyrnalia, als siebtes Gedicht in Cornelia Travniceks “Parablüh” referiert mit dem Gedicht “Faun” von Sylvia Plath. Erstaunend bei beiden Gedichten ist die Verbindung von griechischer und römischer Mythologie. Satyr oder Faun sind ja nach griechischer und römischer Mythologie Waldgötter, deren Extremitäten an Ziegen und andere Böcke erinnern. Der Faun ist der Enkel des Saturnus. Diese Verbindung stellt sich als besonders erfreulich da, da es eben auch die Saturnalien gibt. Die Saturnalien waren hohe römische Feiertage zu Ehren des Gott Saturns – erstmals nach der Gründung des Forum Romanum eingeführt – die entweder am 17. oder am 23. Dezember starteten und später bis 30. Dezember erweitert wurden. Der Titel des Gedichtes…

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  • Allgemein,  Projekt [Parablüh]

    #Limbus

    Limbus ist das fünfte Gedichte in Cornelia Travniceks Gedichteband “Parablüh” und befasst sich mit dem Gedicht “The Eye-Mote” von Sylvia Plath. Das Gedicht von Sylvia Plath (weiter unten als Referenz angegeben) befasst sich auf erster Ebene mit Pferden, die beobachtet werden und alsbald ein Staubkorn in das Auge des Betrachters fällt, die verschroben wahrgenommen werden und ein furchteinflößendes Abbild ihrer selbst bleiben. Abstrahiert betrachtet könnte das Gedicht so interpretiert werden, dass die Vergangenheit den Blick auf die Zukunft verändert und man Opfer seiner verzerrte Wahrnehmung der Gegenwart ist. Das Gedicht selbst schrieb Plath aufgrund einer damals aktuellen Verletzung, bei welcher sie einen Holzsplitter in das Auge bekam und Wochen brauchte,…

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  • Projekt [Parablüh]

    #Schicht.

    Mit dem Gedicht Schicht habe ich mich bis dato am schwersten getan. Dies lag vor allem daran, äußere Wahrnehmungen weitestgehend von theoretischen Impulsen zu trennen und das Gedicht vorrangig in seiner sprachlichen Schönheit auf mich wirken zu lassen. Das Gedicht gliedert sich in zwei Orte: Einen Ort, der Stille und Entropie beheimatet und einen Ort der Lautstärke und Beweglichkeit.  “Dem Tor die Schließung aufzwingen” erklärte ich mir dahingehend, dass Türen und Tore bewegliche Grenzen sind, die willkürlich gezogen werden können. Theoretische Annahmen erlaubte der Vers: “Dreißig Silberlinge wechseln.” Es stellt zu einem die Verbindung von Arbeitgeber zu Arbeitnehmer dar – Silberlinge als bildhafter Anachronismus, zudem Geld weiters nicht als etwas…

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  • Projekt [Parablüh]

    #Parablüh

    Parablüh ist das zweite Gedicht in Cornelia Travniceks “Parablüh”. Sie selbst hat diesen Titel des Gedichtes zum Titel des Buches gemacht – Grund dafür, dass dies ein Neologismus ist und nun neu in dieser Welt zu verorten ist. Auch der Klang ist sehr wohlfeil. Ich habe dieses Gedicht für mich selbst in Sinnesgruppen eingeteilt und für mich betrachtet, was das Gedicht mich riechen, fühlen, schmecken, sehen und tasten lässt. Beim Geruch habe mich mir den Kohl gut vorstellen können, auch die trockenen Knochen, das zurückgelassene Bein. Beim Hören konnte ich mir die Bodenverfestigungen, den Kokon im Wind, den Hund, den Fuchs und Hase, als auch die Mutter vorstellen. Das Sehen…

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  • Projekt [Parablüh]

    #Herrenhaus.

    Das erste Gedicht in Cornelia Travniceks neuem Lyrikband lautet Herrenhaus.  Dieses Gedicht entstand als Referenz des Gedichte “The Manor Garden” von Sylvia Plath. Das Gedicht Herrenhaus arbeitet sehr viel mit starken, bildhaften Bildern, so steht der “Springbrunnen auf gelben Gras” als wortgewaltiges Paradoxon im Raum, welches auf das Sterbende im Leben und das Lebende im Sterben hinweisen mag. Besonders schön ist die Phrase “Dem Stein können die Jahre nicht an”.  Der Stein steht als Symbol und Gegenentwurf zu dem Sterbenden, die Jahre als etwas Performatives, dass an der Grenze zum Stein zerschlägt. Viel an dem Gedicht wirkt vorrangig zwar leblos und nicht hinreichend tot, besonders, wenn man von Mauern liest,…

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  • Allgemein,  Projekt [Parablüh]

    Projekt [Parablüh]

    Poetry! Can you handle it? 50 Tage, 50 Texte. Nach diesem Motto veranstaltet Cornelia Travnicek eine Leserunde zu ihrem kürzlich erschienen Lyrikband Parablüh im Limbus Verlag. Für diese Leserunde habe ich mich beworben, von Cornelia dankenswerterweise ein Ansichtsexemplar zugeschickt bekommen und arbeite mich seit Kurzem in das Lyrik-Werk von Sylvia Plath, welcher Anlass für das Buch Parablüh war, ein. Gemeinsam mit 6 weiteren Lyrik-begeisterten Menschen lese ich Parablüh und der Koloss zeitgleich und mache mir Gedanken zu den Gedichten. Den Fortschritt werde ich hier Tag für Tag dokumentieren. Ich bin gespannt. Ihr hoffentlich auch.  

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