• Allgemein,  Projekt [Parablüh]

    Meine Zeit mit Sylvia.

    Ich habe mich jetzt 2 Monate mit der Literatur von Sylvia Plath in Verbindung mit der Lyrik von Cornelia Travnicek auseinandergesetzt. Drei Tage vor Schluss möchte ich die Zeit etwas nutzen, über Plath und intensiver Lyrikauseinandersetzung zu resümieren. Das meiste davon habe ich aus Zeitgründen nicht hier, sondern bei lovelybooks.de geschrieben, welches hier nachzulesen ist. Die zwei Monate haben mir manchmal gut getan, manchmal weniger. Mir hat es gut getan, Lyrikstrukturen beider Autorinnen anzusehen, die Machart von Gedichten näher zu beleuchten, das Lyrikhandwerk näher zu erfahren und davon zu lernen. Ich habe gute Metaphern gelesen, gute Vergleiche, gute Personifikationen, die mich in dieser Zeit auch zu einem großen Output führten,…

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  • Projekt [Parablüh]

    #Ach, Sylvia

    Meine tägliche Lyrikanalyse betrifft diesmal zwei Gedichte besonders: A Winter Ship von Sylvia Plath und Ach, Sylvia von Cornelia Travnicek. Plath beweist in ihrem Gedicht wieder einmal, wie sehr sie es schafft, alltägliche Sachen (wie etwa das Beobachten eines Schiffes) in etwas wunderbares Lyrisches zu verarbeiten. Besonders ins Auge gestochen ist mir, dass Plath bei diesem Gedicht die 1. Form Plural anwendet, wo normalerweise der Singular ausschlaggebend ist und das Lyrische Ich zumeist einzeln verwendet wird. Ich denke, dass sie mit jemanden anderen einen Ort besucht hat und dies Eindruck auf sie hinterlassen hat. Das Gedicht hat sie geschrieben, als sie mit ihrem Ehemann in Boston lebte und dort unterrichtete.…

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  • Allgemein,  Projekt [Parablüh]

    #Grand View Paliano

    Grand View Paliano beschreibt ein weiteres Gedicht von Cornelia Travnicek. Das dazu passende Gedicht von Sylvia Plath ist Watercoulours of Grantchester Meadows. Grantchester meadows beschreibt eine wunderschöne Gegend bei Cambridge und wurde ebenso Gegenstand eines gleichnamigen Liedes von Pink Floyd. Im Gedicht kommen wieder viele Tiere vor, wie etwa Frühlingslämmer, Spitzmäuse, Vögel, Schwäne, Kühe, Wasseratten und Ratten, alles fein beobachtet, welches Tier was macht. Ebenso verhält es sich mit den Pflanzen, die ein großes Bild von dem zeichnen, wie Plath mit dem Thema Tod, Morbität, aber auch dem momento mori umgeht. Dies wird durch die Verse: “While students stroll and sit, Hands laced, in a moony indolence of love, Black-gowned,…

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  • Projekt [Parablüh]

    #Ja, ich will.

    ” I want, I want” von Sylvia Plath war der Anlass für Cornelia Travnicek ein Gedicht zu schreiben, das den Titel “Ja, ich will” trägt. Das Spiel mit “Yes, I do”, “Yes, I want”, Yes, I will” und “Ja, ich will” ist meiner Meinung nach gewollt so gewählt. Mit beiden Gedichten habe ich mir schwer getan, bei Plath war es für mich nicht komplett einsichtig, ob es tatsächlich um eine religionskritische Auseinandersetzung mit der Dreifaltigkeit geht oder ob biblische Zitate verwendet werden um ein nicht zu sättigendes Kind zu beschreiben. Ich würde eher das Zweite vermuten – weil das Kind beinahe abartig beschrieben wird – nicht zu sättigend, wie ein…

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  • Projekt [Parablüh]

    #Landunter

    Land unter ist das heutige Gedicht von Cornelia Travnicek, mit welchem ich mich heute beschäftigte. Seine Referenz hat es zu Sylvia Plaths Gedicht Mushrooms. Das Gedicht von Plath ist sehr leicht und flockig formuliert – sein Inhalt dreht sich tatsächlich um Pilze und erzählt von Pilzen, als würden sie leben  wie Menschen und etwas von sich geben. Erst im tieferen Betrachten ersinnt man sich, dass mit den Pilzen Immigranten gemeint sind, die aus dem “Boden heraus schießen”. Besonders weiße, somit “unsichtbare” Frauen sind damit gemeint, die eine leise, geräuschlose Revolution starten, ab von dem Bild, dass Plath in den 1950iger Jahren miterlebt hatte. Besonders der Vers “So many of us”…

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  • Projekt [Parablüh]

    #Danach

    Das Gedicht #Danach von Cornelia Travnicek entstand anlässlich des Gedichtes “Aftermath” von Sylvia Plath. Im Gedicht von Plath wird der Brand eines Hauses dargestellt. Plath verabschiedet sich kurzzeitig von ihrer sonst sehr metaphernreichen Sprache und wird für ihre Verhältnisse sehr konkret. Eine harte Sprache, die die Menschen als Jäger auf der Suche nach Blut, als Sinnbild für Sensationsgier, beschreibt. Die griechische Mythologie nimmt sich Plath erneut zu Herzen und bringt Medea in ihr Gedicht ein, welche jedoch sehr passiv agiert und weder goldenes Vlies findet, noch Könige tötet. Die Menge in Plaths Gedicht wird enttäuscht zurückgelassen, und wirkt einmal mehr sehr voyeuristisch. Bei Travnicek ist der Grund des Gedichtes ein…

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  • Projekt [Parablüh]

    #Präambel

    Präambel heißt das 13. Gedicht in Cornelia Travniceks Gedichteband “Parablüh” und verbindet sich mit dem Gedicht “All the Dead Dears” von Sylvia Plath. Eine Präambel als feierliche Einleitung für den Vertrag mit dem Tod. Der Tod hat immer etwas Relatives, Morbides, wenn man Material nach dem Tod wird. Zunächst: Material für die Hinterbliebenen – als Materie in Form von Erinnerungen, die zuerst stark sind, dann verblassen, irgendwann verschwinden sogar. Als konkretes Material nach dem Tod für Würmer, Mäuse und Spitzmäuse (wie Plath es in ihrem Gedicht beschrieben hatte: Sie war im archäologischen Museum in Cambridge, wo sie einen Steinsarg entdeckte, der die Skelette von einer Frau, einer Maus und einer…

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  • Projekt [Parablüh]

    #Herzkönig

    Das Gedicht Herzkönig von Cornelia Travnicek findet seinen Ausgang im Gedicht “The Bull of Benylaw”. Dieses Gedicht war zeitlebens das einzige von Plath, welches sie für Kinder und Jugendliche konzipierte. Meiner Meinung nach geht es im Gedicht von Plath um die Erörterung eines Machtbegriffes, der zwischen Vater-Tochter herrscht. Dies wird durch einen Bullen den Kinder und Jugendlichen näher gebracht, der sich emanzipiert und das Reich zerstört. Der Bulle wird sogar übermächtig und überwindet das Meer. Dazu kam mir der Gedanke, dass die Macht ein gar mächtiges Ding ist und viele meinen, dass sie die Macht zwar wie einen Stier reiten, jedoch nicht wissen, dass der Stier die Richtung vorgibt. Bei…

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  • Projekt [Parablüh]

    #Diwan

    Diwan ist das 10. Gedicht von Cornelia Travniceks Gedichteband “Parablüh” und hat seinen Ausgangspunkt im Gedicht Point Shirley. Im Gedicht von Plath geht es um den Tod der Großmutter, und den Erinnerungen, die sie hinterlässt. Boston ist der Ort, an dem die Großmutter lebte und wohl Schwerstarbeit leistete. Die Großmutter wird hoch stilisiert, als Frau, die Probleme fernhält. Plath dürfte zu ihrer Großmutter ein besonderes Verhältnis gehabt haben. Travnicek greift den Gedanken der Großmutter auf und wendet ihn an um den Großvater zu beschreiben.  Der Großvater verlor nach und nach seine Beine – wahrscheinlich durch eine Amputation. Eine Möglichkeit, das Leben halbwegs erträglich zu gestalten, war das Diwan – eine…

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  • Projekt [Parablüh]

    #Standbild

    Als heutiger theoretischer Input diente mir Cornelia Travniceks Gedicht “Standbild”, welches mit “Der Koloss” von Sylvia Plath zusammenhängt. Während es bei Plaths Gedicht um ihren Vater geht, zu welchem sie kein gutes Verhältnis hatte, geht es bei Travniceks Gedicht um den “Vater Staat” und eine Ebene darüber. Meiner Meinung nach zeichnet sich das Gedicht vorrangig über das Erzählen von Stein und Statue aus. Ausgehend von den Statuen, die man “Ehrenmännern” errichtet, wird versucht zu das Gebilde eines Staates zu kritisieren. Dies sehe ich zu einem im Begriff “Altvordere” und dem Vers “Nichts, als eine Säule bist du” abgebildet – beides für mich ein Hinweis auf eine negative Konnotation. Ebenso werden…

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