• Poetik

    Alternativentwurf.

    Vielleicht nicht so sein und heiraten, Haus bauen, Kinder kriegen oder einen Baum pflanzen. Vielleicht anders sein, und sechs Kinder kriegen, ein altes Haus kaufen, aufs Land ziehen, wilde Ehe pflegen und einen ganzen Wald ansäen. Bücher lesen, Tee trinken und abwarten, mit dir die Nächte zerdiskutieren die Morgengrauen vertreiben oder sich beeilen, nur Zeitschriften lesen und Kaffee runterleeren, sich auf Fakenews betten und sich permanent den Wecker stellen. Dich im Meer suchen, untergehen, in deinen Metaphern tauchen, dir auf die Zehen treten und Fische im Ozean verschlingen oder dich in der Luft finden, hinauffliegen, in deinen Offensichtlichkeiten schweben, dir die Hände geben und die Vögel in der Luft braten.…

  • Poetik

    Galant reiben.

    Wo sollen wir anfangen oder aufhören unseren Lauf nehmen oder dastehen bloß für den Moment oder betören Wo sollen wir beginnen oder enden unser Sein transzendieren oder spüren wo unsere Grenzen sind bloß einmal Wo sollen wir gehen oder bleiben unser Selbst adaptieren für die Welt dass wir sein können was sie will Wo sollen wir tanzen oder schnaufen unser Herz aeridieren frei heraus dass wir Freiheit von außen spüren Wo sollen wir rasten oder eilen unsere Beine abstrahieren wild herum dass wir glühen oder hitzen Wo sollen wir enden oder sein unsern Kopf assekurieren leise sacht dass wir wissen wo wir sind Wo sollen wir sterben oder leben unsere…

  • Poetik

    Fuchs | Möwe | Ungetier.

    Wäre ich ein Fuchs, wärst du die Möwe, lieb ich den Wald, dann du die Höhe du bist so laut und brüllst hernieder deine theoriegewordenen unbiegsamen Überflieger Wäre ich ein Schaf wärst du der Löwe bin ich leise brüllst du Gelöbe von Schmerz und Pein und schreist hinein deine Unvernunft ganz kochend rein. Wäre ich ein Elefant und du die Eule bin ich traurig auf meine ganz eigene Weise Trauer mein Ungetier trampelt dich tot deine Bäume sterben du kennst die Not. Wär ich ein Wolf wärst du Fisch greife reißerisch und du um mich all die Wut in mir verletzt dich du Schuppentier ich transformatives Ungetier. Bildnachweis

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  • Poetik

    Deine Manifestationen plagen.

    Nach all den Jahren kann ich dich immer noch nicht fassen oder halten in all den Wortgestalten, -hüllen und vollständig das Vokabular mit deiner Existenz ein bisschen füllen von null auf hundert oder ein paar tausend in deinen Körper mich anpassen herantasten, fühlen dich anfassen das ist zu einfach uns zerstören einen Moment lang bloß zwischen Nacht und morgen deine Zweifel hören, verhören deine Zweifel stören, betören verstören ist unsere Disziplin Deprimierende Gedanken über Selbstzerstörung Verschwörung auf all deinen Gebieten und wir kommen aus dem Nichts küss mein Über-ich geh den Strich dagegen verwegen deine Existenz berühren Schicht für Schicht im Licht möglicherweise ist das unser Problem wir wollen einander…

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  • Poetik,  Projekt [txt]

    [txt] Deine Planetenumlaufbahn hat Schlaglöcher.

    Deine Lesart gleicht keinem Buch Impulse und Affekte dich dich zersetzen in einsamen Momenten du sprichst von Beliebigkeit und Wundheilungen vielleicht sogar sowas wie von Nähe ich zeig dir Landschaften und hermeneutische Weiten Worte auf Buchdeckel Heimreisen sagst du und bist völlig ausgebucht und Zugfahren nachhause sind Katastrophen kennst du meinst du wenn man dir sagt dass du einer bist das Gegenteil von allem was irgendwie mit Liebe zu tun hat zuckst du bloß und meinst das weiß ich mittlerweile, baby und du bist nur mehr ein Buchdeckel ohne Cover deine Oberfläche is komplett zerkratzt da helfen keine Bücherregale mehr du redest von Anziehungskraft aber wir sind kein Sonnensystem auch…

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  • Poetik

    Wir. Winter.

    Ein wenig gebrannter Winter der nach Mandeln schmeckt wir vom Schnee verbrannt wie gebrannte Kinder Schneeflocken wie Aceton die sich in dir einbrennen Bedeutung für mich ich will dir Kälte schreiben und Hitze sein Bedeutung für dich ich will dir eine Vorlage sein und immer wieder nachlegen Bedeutung für einen Ort Zuhause sagst du ich weiß es nicht Tatenvolumen runtersetzen weniger Elan Rechenschaft ablegen aber schreibend Playlists erstellen oder Wunschzettel oder Pläne in Burgen verkriechen oder Theorien wer weiß das schon   Bildnachweis

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  • Allgemein,  Poetik

    Wann kommst du.

    wie zwei katzen die gegen süden streunen und da nach dem polarmeer suchen und sehnen erklär mir wann kommst du wann kommst du um mir das letzte bisschen leben zu verklären wie zwei geister die so verloren treiben und da in dem Leben sinnen und schlafen wann kommst du wann kommst du um mir das letzte bisschen sinn zu ergeben wie zwei nächte die so suchend vergehen und da in den tagen siegen und scheitern wann kommst du wann kommst du um mir das letzte bisschen liebe zu vergeben wie zwei lichter die so tanzend niedergeh´n und da in den sternen schreien und stammeln wann kommst du wann kommst du…

  • Poetik

    Zimtwind.

    Du stehst inmitten eines Zimtwindes und strahlst wie eine Sonne aus Pfeffer Luftpostbriefe muss man dir schreiben in einer Schrift aus Blütenhonig dich will man tanzen bis Mehlstaub über die Erde zieht goldene Vögel stehen am Firmament und ziehen silberne Kreise und dein Zimtwind wirbelt dir näher kommen wollen und dich hermeneutisch streicheln bis du schwarzer Zucker bist deine Fuße treten in das Meer von Verzweiflungstaten Versagen schmeckt immer süß so wie Zimtwinde und nach etwas grünem Kardamom   Bildnachweis

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  • Poetik

    Wahrheitsgemäß.

    Das da voll und ganz lieben und die Wirklichkeit verschmähen irgendwie und Realität ist auch nur ein Begriff für eine Welt die nicht so geht wie der Kopf es will jammern bringt doch nichts wenn die Wirklichkeit bloß Wahrheit wäre aber wollen wir das wirklich dann lieber in Utopien hausen und sich in Visionen verkriechen und Wahrheit ist auch bloß ein Begriff was andere erzählen die Welt vor der Wirklichkeit retten und ihr das Wahre zeigen und Sturzflüge üben über Treppen landen und das da voll und ganz wirkliche Wahrheit nennen.   Bildnachweis

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  • Poetik

    Abstrakte Lagerhausmäntel.

    Vielleicht Kleinigkeiten wenn man nicht ganz so weiß was denn sowas Abstraktes wie Liebe ist das ist, wie wenn du mitten auf der Straße sagst “Die Leute tragen jetzt auch schon viel weniger Lagerhausmäntel, die grünen” und dann lieg ich eines Tages alleine im Bett oder lauf deine Straße hinauf die diesem Letten gewidmet ist nichts mehr wünsch ich mir als dieselben Wörter noch einmal zu hören, die mit dem Lagerhausmantel mitten in der Stadt und ich mag nochmal sehen wie du da ausgesehen hast und nochmal genau das hören wie du das gesagt hast und vielleicht war das doch sowas Abstraktes

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