• Poetik

    #Frapalywo – Frau Paulchens Lyrik Woche

    Hie und da veranstaltet Sophie eine Lyrik Woche und ja, endlich hatte ich wieder die Kapazitäten mitzumachen. (Ich hoffe übrigens inständig darauf, dass ich im November beim  Frapalymo mitmachen kann – das Ganze also erweitert auf einen Monat) Diesmal will ich meine Lyrik gesammelt präsentieren – zum Thema Wasser und Weite. Sophie hat jeden Tag einen Impuls geliefert. Es hat mir sehr viel Freude gemacht! Danke Sophie!   #1 Brandung Sie ist auch schon wieder so eine der anderen eine unzerstörte person und noch eine brandung für den menschlichen felsen ihre unskeptischen Weltaugen gieren noch #2 Da ist ein See in einem Himmel da ist ein Meer in deinen Häuten…

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  • Poetik,  Projekt [txt]

    [txt] sagenumwoben.

    Mir steckt der Krieg in den Knochen und die Flucht in den jungen Kinderbeinen und die Schüsse stehen in den Augen geschrieben Es ist nichts schön von dem, was erzählt wird ausgebombte Löcher kaputte Stacheldrähte und Hungermärsche Flucht und Wut in den zerstörten Rippen Sagenumwoben nennst du die Jahre 38 bis 45 eine glorreiche Zeit für die im Bunker und redest die Toten wieder lebendig sie hängen an Ästen in deinen Geschichten Mit einer Glasscherbe von einem Doppelliter hast du einen Menschen um sein Leben gebracht und hast dir gedacht ich würd gern was trinken das fand ich damals schon absurd und grausam Ein Leben ist nichts für ein Vaterland…

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  • Poetik

    Lyricboy.

    Du bist das Licht zwischen den Häuserzeilen die Temperatur zwischen meinen Beinen das Fadenscheinige im Soprankoloratur hab dich verkostet ausstudiert alle deine Farben im Spätherbst ausprobiert dich auf Leinwände geschmissen und auf Papier gedruckt dazwischen Bleistifte verwüstet und geblockt ausgeschrieben weggetrieben dich vor meiner Wortgewalt zwischen Satz und Frage Punkt und Strick angedockt du bist Herbstnacht ins Mark gesunken dich verstrickt befehligt, verwüstet in Notizen festgekettet dich laufen lassen und mit Tinte eingefangen hie und da da verläufst du dich in einem wortgetränkten Tau.   Bildnachweis.

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  • Poetik

    Lächerlichkeitstode.

    Wir kleben zusammen wie loses Papier meine Verbindungsanfrage war zu komplex die hast du nicht verarbeiten können möglicherweise waren da zuviele Via-Stationen es kostet schon extrem viel Mut dir den sozialen Lächerlichkeitstod zu ersparen meine Kassen klingen nicht mehr ich hab da ein Loch dass du mir rausreißt wenn du sagst du gehst du gehörst auch nicht an das lose Meer aber ich bin lieber kaputt als getrennt von deinem Trotteldasein und kleb mich zusammen mit Kleister aus Tee     Bildnachweis.

  • Poetik

    Alternativprogramm.

    in zwei, drei Museen gehen oder unsere Geister zählen Chutney, Marmelade kochen und zur emotionalen Befreiung ein,zwei gute Folgen unserer Lieblingsserie sehen die Praterallee auf und ab marschieren und das laub zertanzen den Sturm begrüßen und vier, fünf Gläser trinken Suppe kochen, letzte Strahlen zählen und sieben, acht Sommersprossen verschwinden sehen erste weiße Haare zählen und Hügel mit Schritten verformen neun, zehn Fotos machen vielleicht auch raus zu den Seelenlosen gehen auf jeden Fall neue Bücherläden gucken ein Dutzend Tee in sich hineinfüllen und sich in den Armen statt in den Haaren liegen     Bildnachweis.

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  • Poetik

    Shorties.

    1 // In mir boxt ein scheiß verdammtes Lied zwischen Wirbeln und Rippen Als ob es das schon länger gibt komm mit mir zum Abgrund 2// Und ich sag dir die Hölle da unten ist auch bunt oder fliegen wir ins Firmament wie zwei Silbermöwen siehs als leises Kompliment 3// Ich bin unentwegt traurig, die Nacht legt sich zu mir wenn es dunkelblau ist Und doch – jeden Morgen lässt sie mich allein. 4// Ich hab alte Fotos von dir gerade angesehen, du bist mehr geworden, nicht unbedingt für mich. Wir haben uns aneinander abgearbeitet. 5// Als wär es wichtig dass man mit sich selbst etwas mehr im Einklang steht…

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  • Poetik

    Verrauchte Jugend.

    Unsere Jugend wird dahin sein, wie der Rauch aus dem Schornstein” Bilderbuch Wir werden bald altern und unsere ersten weißen Haare wie Tage zählen und in den Arsch beißen verdammt nochmal schreien weil wir unsere Jugend rücksichtslos verschliefen Wir werden uns neue alte Band – T-shirts kaufen und uns auf zerrissene Chucks postulieren und reden und hörensagen und tun so als ob wir revolutionieren aber bloß so heimlich Wir werden uns die Welt schönreden und warmhalten uns erzählen, was die anderen schon versäumten und nie im Leben daran denken dass sie dasselbe von uns halten und vorhalten Wir tanzen auch nicht recht viel schöner und besser wir reden uns das…

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  • Allgemein,  Poetik

    Surreale Wirklichkeit.

    Monogame Betten in Februarjanuarnächten und der Gedanke daran was dir und mir fehlt. Nervenstränge knistern blinken heizen am Fehlenden und im Wissen dass es uns von vorn bis hinten quält. Du streckst mir Gedankengänge wie die Hand entgegen sleep with me steht hinter den Augenlidern auf deiner Einkaufsliste steht wine und something dass man damit essen kann ich küss deine Rotweinlippen die du mir schickst so ist das Leben C’est la vino Ich räkle mich deinen hohen Gedankensprüngen an und darunter man erliegt dem verfluchten Hang und schiebt sich surreal einem Geiste entgegen und die Weingläserränder aneinander wenn man könnte come to me und Fingerabdrücke in die Nacht entsenden Wenn…

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  • Allgemein,  In eigener Sache,  Poetik

    Schon sein.

    Dieser Tage habe ich für das Projekt #wirreden einen Beitrag für ein Hörbuch eingereicht.  Das ist großartig und ich hatte die Möglichkeit meiner Stimme Ausdruck zu verleihen und ein Gedicht von mir einzulesen: Nach soviel Demut und Starrsinn und Widersinnigkeit der Unwille dich sein lassen wie du bist und nicht anders in deinen Lautgebärden und deinen leisen meine Worte auf deinen Schreibtisch legen als Waage für mein Sein Buchstabe um Buchstabe dir ins Gesicht spucken und eifersüchtig sein auf all die Bücher die du liebevoll in deinen Händen hältst und dich traust sie Buchstabe um Buchstabe in dich zu vereinnahmen und Idee und Konzept auf deine Lippen schreibst nicht ganz…

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  • Poetik

    Optionen der Zukunft.

    Man sucht die Hoffnung in der Rubrik einer Zeitung und durchkämmt den Anzeigenmarkt man trinkt Romane zu Kuchen und Abendbrot und zwischen den Zeilen findet sich nichts Adäquates. Zwischen Weiß und Rot muss die Liebe liegen oder was Ähnliches so sucht man sie vergeblich am roten Meer zwischen Salz und Jammer alte vergilbte Bücher die davon wussten. Wir waren dort bei den Optionen der Zukunft und sprangen beinahe von den Klippen zwischen den Häuserschluchten und den Kanälen im Grau der Stadt gefunden als gäbe es uns nicht. Du sprachst von Hoffnung als Kind der Wut und über all die enttäuschten Minuten, die Stunden betrogen Dein Seuzfen erklang in der Meeresbucht…

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