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    Zurückgezogenheit.

    Melancholische Dämmerung in sonnenlosen Sphären der Himmel beugte sich der allzeitlichen Stille. Buchstaben auf Papier sind gedachte Buchstaben in der Luft – hör her fremde Welt vermessen Staubtrockene Umgebung in nebellosen Gefilden die Dunkelheit erhob sich aus gegenwärt´ger Ruhe. geistige Wirrungen in jeder gottverdammten Nacht verteilt in Zeit – sieh zu alles bloß vergessen Mystische Traurigkeit in sternenlosen Betten die Sonne nahm ihr Schwert für traumvolle Nächte. Zurückgezogenheit dauerhaft verschluckt – geh weg ewig durchgesessen.

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    Sternenpfade.

    Warme Sternenpfade sehnten sich nach mir ich war solang verlassen ich sehnte mich nach Leben ich sehnte mich nach dir. Süßer Tropfenregen verfolgte meine Stirn ich war verdammt alleine ich fühlte mich verbannt ich suchte mein Gestirn. Schwarzes Schneegestöber tanzte rund um meine Hand ich war so oft verzagt ich wagte selten Schlaf ich wagte nie Aufstand. Helldunkle Galaxien umwandten still die Beine ich wanderte zu lang ich kannte all die Wege kam nie mit mir ins Reine.

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    Höhensatz.

    dampfender übelriechender mief im letzten stockwerk des alten ehrwürdigen lebens graue fenster mit halben stegen und türen ohne rahmen klingend bloß das grauen ein junge schrieb rot auf blatt papier was alle ohnehin schon wussten schweigen ist nicht das grausamste. Neue gedanken kommen oft mit neuer höhe – dachte er. der schlaf hatte all die anderen schon hingerafft sie wissen mehr segelnd erklomm er neue tiefen.

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    Lass uns.

    Lass uns auf der Wahlscheibe des Lebens einmal unendlich dazu malen und dann einmal am Leben drehen bis wir aufgedreht das Glück und die Hoffnung angedreht. Lass uns im Bett der Möglichkeiten eine Kissenschlacht machen und auf- und abspringen bis wir ausgesprungen haben aber für den andren eingesprungen sind. Lass uns am Horizont der Sympathien einige Linien zeichnen und Optionen aufzeichnen bis wir uns darin dann einzeichnen weil wir uns im Leben gezeichnet haben. Lass uns auf den Wänden unserer Zukunft die Worte schreiben und dann sie solange lesen bis wir sie auch verstanden haben damit nichts mehr unverstanden bleibt.

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    Fristenlösung.

    Was haben wir gewartet auf den jeweils anderen und gezittert und gebangt im glauben an uns die zeit überlistend für ein bisschen ewigkeit Was haben wir gerätselt über den verlauf der zeit und geweint und gelacht den wein umso mehr eingeschenkt wohl hauchlos verzweifelt für ein bisschen stabilität Was haben wir getreten voller wucht in jedermann und geflucht und geblecht für uns´re vergehen die melancholie rausgeprügelt aus uns am ende für ein bisschen tod.

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    Gleich(ung).

    Ich wollte nur mehr gehen, es reichte für heute Abend. Er war nicht sonderlich gut verlaufen, wir hatten Worte in den Raum geworfen, uns davon erzählt, wie großartig wir nicht waren und was wir schon nicht alles erlebt hatten, wir sind ja so weise und soviel anders als die anderen Personen. Wir hatten schon oft so schlechte Erfahrungen gemacht, dass es egal war, ob sich noch ein schlechter Abend hinzugesellte, es gibt ja noch viel schlechtere. Was will ich dir noch vom Leben erzählen? Du kanntest die ganze Scheiße ja selbst. Wir waren viel zu traurig und bereits zu müde unsere Lebensgeschichten darzulegen, den jeweils anderen interessierte es ohnehin nicht…

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    Modalverbenverlust.

    nichts wollen dürfen und schon unter gar keinen umständen wirklich dürfen alles ist immer- können müssen sollen müssen auch zu oft viel zu oft können wollen nur nie sollen dürfen müssen sowieso nie viel zu oft müssen sollen nur die meiste zeit nie wollen mögen, aber dich mögen.

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    Chancen(los).

    Man muss erkennen -einmal im Leben auf wessen Seiten man so steht. Die mit den Chancen oder auf der ohne. In der Lebenslotterie haben wir das Chancenlos gezogen ganz unverhofft – so nebenbei. Annahmestellen gibts nicht mehr und Leben ist Scheitern am Glück, du magst es bloß nicht ein(ge)stehen. Glück denen, die die Chancen haben, und scheitere der, ders nie anders kennt. Wirr im Kopf fragen: Magst du mein Chancenlos?

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    Mitte 20.

    warten und hoffen bis zum abend und dann verzweifeln schreiben und trinken wortfetzen unverständlich bier trinken wut rauslachen und traurig sein, so sehr. gehen und atmen bis zum morgen den bus verpassen und die müdigkeit vergehen hundegebell erschreckend leise träumen und resignieren, immer mehr. schleppen und müssen bis zum tag ins bett fallen und den geist hassen gedankensprünge vermeiden etwas dösen und hoffen, einmal mehr.   Dies ist das erste Gedicht aus dem Projekt NaPoWriMo – also dem National Poetry Writing Month. Die Aufgabe ist simpel (oder auch nicht): Jeden Tag – ein Gedicht. Nähere Informationen sind auf NaPoWriMo zu entnehmen. Bildquelle: Pixabay