• napowrimo

    //napowrimo 16.8

    Was keiner wollte und keiner gesagt haben will was keiner meinte und nie so gehabt haben wollte was keiner sagte und doch jeder meinen wollte was keiner wagte und doch ein jeder wollte was keiner redete und jeder wissen wollte was keiner wählte und jeder erhoffte war dann einer den niemand mehr wollte.

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  • napowrimo

    //napowrimo 16.7

    Irgendwann kommen sie Verführer muss man sein Laubgeflüster und Blütenschreie Sommerbrand und Winterkälte Wortstichelei’n und Schattenblicke Untergeher und Aufseitwärtsstreber Sonnenschläfer und Nebeltänzer bis einst und jetzt was stirbt, das trübet nicht funkeln Krisen und Ekstasen Westostplatz und Südnordstraße hin gelaufen und entgegnen aber Anfang, Anfang ist es nicht.

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  • napowrimo

    //napowrimo 16.6

    Im dritten der Kriegsjahre ganz vergessen wie kalt und traurig ein Abend ist an dem Lieder klingen ausgehöhlt an Sinn und stumm vor sich hinsummen in Fluten Alles erstickt in Strömen vor sich hin Flammen laufen nur wenn sie ertrinken trägt man das Blut nach außen versiegt es dann im Innen Schwer zu ersehnen ist ein Leben auf dem Feld ein Schachzug mehr ein Schlachtzug weniger träumt nichts mehr

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  • napowrimo

    //napowrimo 16.5

    Wenn du gehst dann an – nicht mich die Tage sind schon schwer bedeutungslos und verkehrt es tut nicht wohl es tut mehr weh das Leid vergeht das Feuer gleicht und hat nur ein Ziel kennt Wut und Macht zerstört und endet nie Wenn du gehst dann weg – von mir die Nächte sind schon leer bedeutungsschwanger und ersehnt es hofft nicht an es hofft nicht mehr das Lied erstummt der Sturm erweicht hat einen Beginn kennt Angst und Pein verdrießt nun einmal mehr

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  • napowrimo

    //napowrimo 16.4

    Die Vögel überbrüllen Fahrzeuge ohne Gram kein Becher lockt mehr als jener voller Scham Tasten übertippen Kinder mit Geschrei kein Wort schmerzt leer voll genau drei Der Tag überdauert Menschen ohne Ziel kein Atem zu wenig keiner war zuviel Die Vögel brüllen weit sind gold und transparent keiner sie je weiß oder auch nur kennt.

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  • napowrimo

    //napowrimo 16.3

    Du nimmst mich unaufgeräumt und im Chaos lebend mit auf deine Irrfahrt zu deinen Inseln der kalten Vorläufigkeit und bietest ausufernd und fremd kaltes Essen zum Trinken an wachst als anderer auf und kehrst als Fremder zurück und verfängst dich in deinen eigenen Netzen so eng um dich gespannt deine Vorsätze kleben an der Zeit sie bleibt kurz stehen fängt und pocht und lebt und kriegst mich nicht raus wie verdammt romantisch solang bis wir gehen lass uns annehmen Löwen statt Hasen zu sein und führen Kämpfe statt Bier zu trinken knabber’ nicht an meinem Ohr.

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  • napowrimo

    //napowrimo 16.2

    Gleichnisse vergehen im jähen Licht schreiben sich im Schatten und vergessen sich. Gleichnisse erstehen aus Staub erzählen sich im Nichts und werden laut. Gleichnisse bestehen bei Tag verringern sich bei Nacht und üben gern Verrat. Gleichnisse erzählen Trauer lachen und scherzen wohl und tanzen rauer. Gleichnisse schlafen fest ewig sind sie wach und flüstern dann den Rest.

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  • napowrimo

    //napowrimo 16.1

    Hände kann ich dir nicht geben geschunden, verstoßen von jenen Thron in kalt gehalten hab ich dich je gefragt was Hände können halten? Von Schuld und Sühne aufgeschnitten weiß und bleich von Schande getragen und gefalten hab ich dich je vergessen was Hände schon mal krallten? Von Tag und Jahre ganz verblichen faltenvoll und grau vor Schreck geballt, gestreckt und leer hab ich dich je besessen was Hände geben wieder her?

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  • Allgemein,  napowrimo

    Trostpflaster.

    wenn ich an dich denke in der gegenwart da ist dieses weggleiten in die vergangenheit ohne zukunft und ohne den konsequenzen von damals,manchmal. wenn ich mir dann vorstelle wie es gewesen ist und was es gewesen ist dann löst sich die Gegenwart auf und du wirst zu einem machtvollen Ding in einem Ewig und in einem Nie. wenn ich dann aufhören will weil es so wehtut und es nicht ertragbar ist dann löst sich nichts auf und du bist wieder dieses unzerstörbare Wesen und ich frag mich wo ich Trostpflaster hinkleben kann.

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  • Allgemein,  napowrimo

    All die Jahre.

    Was haben wir getanzt und gesungen und getrunken ineinander verschlugen und die Kleidung mit Rotweinflecken ruiniert und die Weinflaschenhälse an Balkongitter zerschmettert und angetrunken am Fahrrad geschlendert die Sommernächte geküsst und zwischen Bars und Kneipen den Sinn des Lebens gesucht. Was haben wir gelacht und geredet und geschwiegen aufeinander stehend und die Küche für Kateressen missbraucht und Jeans und Unterhosen aus Ungeschick zerrissen und voller Leben unsere Hoffnung gepriesen das Morgen nie gefürchtet und zwischen Jugend und Adoleszenz die Wahrheit für uns gefunden.

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