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    Review:: Heimat erlebt Großdeutschland.

    Eine Premiere der Filmdokumentation “Grein erlebt Großdeutschland” des historischen Vereins der Stadt Grein fand gestern im Stadtkino Grein statt. Die Filmemache Stefan Mandlmayr, Andreas Kastenhofer und Karl Hohensinner befragten in der Stadt Grein bereits in den 1990iger Jahren Zeitzeugen und lieferten eine wunderbare zeitgeschichtliche Dokumentation ab. Karl Hohensinner berichtet zuerst von den Problemen, die sich zunächst ergaben: Die Finanzierung des Filmes, die lange dauerte und man bei den Zeitzeugen am liebsten spitz formuliert hätte: “Also bitte bleiben sie gesund und sterben sie nicht gar vielleicht, bitte passen sie ihren körperlichen Verfall den Förderrichtlinien des Landes Oberösterreich an!” Eine gute Vorstellung erbrachte auch Robert Meyer (ich freue mich wahnsinnig, dass ich gestern…

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    Review: holz erde fleisch.

    holz erde fleisch ist ein Dokumentarfilm der bereits im Juni in kleineren Programmkinos zu sehen war und von drei Bauern handelt, die jeweils einen Bereich des Titels brachial, manchmal mit ein wenig bäuerlicher Romantik personifiziert darstellen. Höchst unangenehm beginnt der Film mit einer selten da gewesenen Stille, die das Schlachten eines Schafes mit dem Schlagbolzen und dem Ausbluten des Tieres zeigt. Wenig geschont wird bereits hier verdeutlicht, welche Grundmotive der Film beherbergen soll, wie hart und unbeugsam manch Mensch in der Landwirtschaft zu arbeiten hat. Herbert Lang, der für das Fleisch in der Dokumentation steht, zeigt eine zerrissene und breitgefächerte Persönlichkeit, die vom schwierigen Verhältnis zum Vater und zum komplizierten…

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    Review:: Sixth part of the world

    Postrock trifft auf sozialistischen Art House Film der 1920iger Jahre:  Die vierköpfige belgische Band “We stood like Kings” spielt zu live zu Dziga Vertovs „A Sixth Part of the World“  (zu Deutsch: Ein Sechstel der Erde) von 1926 und zieht einen Klangteppich über die Vielfalt Russlands. Zwischen 7/8 Rhythmen und Godhouse-Klängen bescheren E-Piano, E-Gitarre, E-Bass und Schlagzeug ein fulminantes Feuerwerk, die Landschaften, Bevölkerungsschichten, Religionen und Lebensgewohnheiten Russlands erbeben lassen. Seltsam anmutend sind die Botschaften die sich immer zwischen den Bildern des Filmes gesellen: “Ihr. Aus Kasachstan.”, “Ihr, die am Kaukasus wohnt”, “Ihr, die Tataren sind” zeigen die Vielfalt Russlands und seine unendliche Weite. Nicht ganz verstehend, warum einzelne Bevölkerungsgruppen genannt…

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    Review:: Unterwegs mit Jacqueline

    Jacqueline ist Fatahs größter Stolz – Jacqueline ist wohlgemerkt eine Kuh, die mit ihrem Besitzer in einem algerischen Dorf ein ödes Leben fristet. Dies ändert sich schlagartig, als Fatah mit seiner Kuh nach Paris zur Landwirtschaftsausstellung und zum Rinderwettbewerb eingeladen wird. Mit Unterstützung seines Dorfes reist Fatah das erste Mal in seinem Leben nach Frankreich und macht sich per Pedes auf nach Paris. Ein Abenteuer der Sonderklasse beginnt, von Backpacking bis hin zu Verhaftungen erlebt Fatah Einiges auf seiner Reise und es scheint ungewiss, ob er je in Paris ankommt… Die französische Komödie besticht durch Warmherzigkeit und Tollpatschigkeit der Protagonisten. Fatah erinnert etwas an den alten Louis de Funés, und…

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    Review:: Frühstück bei Monsieur Henri.

    Monsieur Henri hat schon sehr viel erlebt, nur eines nicht: das Zusammenleben mit einer Mitbewohnerin. Per Zufall wird ihm diese in Form von der Mitzwanzigerin Constance in eine wunderbare Pariser Altbauwohnung gestellt. Monsieur Henri wäre nicht er selbst, wenn er nicht granteln und torpedieren könnte, vor allem seinen vierzigjährigen Sohn Paul. Da er die Frau seines Sohnes nicht leiden kann, schlägt er Constance ein unmoralische Angebot vor: sechs Monate darf sie gratis bei ihm wohnen, wenn sie nur die Ehe zwischen Paul und seiner erzkatholischen und humorlosen Ehefrau sabotiert. Constance hat ohnehin schlechte Karten und nimmt dieses Angebot an… Neben diesen Hauptstranges wird Constances Leben als Mitzwanzigerin in feinen, aber…

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    Review :: Der Wert des Menschen // The measure of a man.

    Vor kurzem habe ich beschlossen, einige Reviews über Filme zu schreiben, die ich mir manchmal in einem kleinen Programmkino ansehe, da ich Filme liebe! Besonders jene, die der französischer und schwedischer Machart entspringen. Meine erste Review diesbezüglich ist der Film “Der Wert des Menschen” oder auch “The measure of a man” (so der englischsprachige Titel). “Der Wert des Menschen” zeichnet das Leben von Thierry (51) auf die Leinwand, welcher seit 20 Monaten arbeitlos ist und keine Arbeit findet, sich während der Suche immer wieder fragen muss, welche Prinzipien in der heutigen Arbeitswelt noch bestehen können und in wie weit Werte für den freien Markt verhandelbar sind. Der Film erzählt in…

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