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    [review] Finding your feet.

    Der Film Da ist Sandra und die hat eigentlich ein schönes Leben. Eigentlich. Sie erfährt  bei ihrer Pensionierungsfeier, dass ihr Leben eine Bruchbude ist, gefühlt, weil ihr Mann sie nach Strich und Faden betrügt. Gut, dass Sandra eine Schwester hat, zu der sie kurzfristig kann. Elizabeth, kurz Bif, lässt ihre Schwester nicht im Stich. Die Schwester nähern sich langsam einander an, nachdem sie sich solange nicht gesehen haben. Hilfreich ist da vor allem der Tanzkurs von Bif, bei dem Sandra auch Bif’s Freunde Charlie, Jackie und Ted kennenlernt. Sandra lernt, dass Rente nicht unbedingt Ende heißt, sondern der Beginn von etwas großem Neuen sein kann… Der Regisseur Richard Loncraine (*1946…

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    [review] Arthur & Claire | Miguel Alexandre

    Der Film Arthur hat mit seinem Leben abgeschlossen und beschließt als scheinbarer niederländischer Staatsbürger sein Leben in einer Sterbeklinik würdevoll zu beenden. Als er in einem schmucken Hotelzimmer sein Abendessen zu sich nehmen möchte, wird er jäh in Wut versetzt, da das Mädchen nebenan laut Metal hört. Arthur, als Pedant erster Stunde, stürmt zu dem Mädchen und dreht die Musik ab. Als er sieht, dass Claire, so der Name des Mädchens, mit Schlaftabletten ihrem Leben ein baldiges Ende setzen möchte, beschließt Arthur ihr die Nacht beizustehen und sie vom Suizid abzubringen. Gar nicht so einfach, wenn man seinem Leben selbst ein Ende setzen möchte… Der Regisseur Miguel Alexandre ist ein…

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    [review] Die beste aller Welten | Adrian Goiginger

    Der Film Stell dir vor, du bekommst die Möglichkeit das Leben aus der Sicht eines Kindes zu erleben und darfst eine Zeitreise zurück in die 1990iger Jahre machen. Klingt großartig, nicht? Adrian lebt mit seiner Mutter Helga in Salzburg. Adrian möchte Abenteurer werden, und erlebt seine Abenteuer im Traum: Er erfindet einen Helden, welcher mit Pfeilspitzen und Bogen ausgestattet ist, um Gestalten, die an Ketten gefesselt sind, Herr zu werden. Sonst erlebt Adrian seine blaue Wunder: Der Grieche (eigentlich Michi) zwingt den Siebenjährigen zu Trinkspielen, seine Mutter verschwindet immer wieder ins Schlafzimmer und ist danach immer ganz anders als vorher. Adrian versteht nicht wieso, doch für den Zuseher wird klar:…

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    [review] Lieber leben. | Patients

    Der Film Angenommen, du bist ein talentierter Basketballspieler, willst Sport studieren und liebst das Leben. Dann passiert etwas, was du aus Leichtfertigkeit machst: Du brichst in ein Freibad ein, hüpfst vom Turm in viel zu niedriges Wasser und bist fortan querschnittgelähmt. Willst du dann noch leben oder aufgeben? Diese Frage stellt sich der Film die ganze Zeit: Ben, so heißt dieser Junge, dem das passiert ist, kommt nach mehreren Operationen in eine Reha-Klinik. Verzweifelt, nicht mal den Fernseher einschalten zu können oder aufs Klo gehen zu können. Ben beginnt langsam zu resignieren, wenn er nicht das Schicksal von anderen sieht, denen es ähnlich geht. Farid wird sein Freund und die…

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    [review] It was fifty years ago.

    Wer mich kennt weiß, dass ich die Beatles wirklich liebe. Nicht, weil sie Alben wie “Revolver” gemacht haben, oder Alben wie “Help”, “Rubber Soul” oder “Please, please me”. Ich verehrte sie vorrangig aufgrund des Album “Sgt. Pepper Lonely hearts club band”. Ein schönes, gut durchdachtes Plattencover, ein Vorbote für die nahenden Siebziger, mit einem Moustache-Bart zum Ausschneiden im Inneren, und alle Helden vorne am Cover, die die Beatles verehrten, man findet auch Marx darauf. Psychedelic drin, ein bisschen von den alten Beatles, mit dem gleichen Song startend und endend, kurz um, eines der besten Platten, die je in der Musikgeschichte entstanden sind. Umso mehr freute es mich, als ich nun…

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    [review] Die Überglücklichen.

    Angenommen, man lernt jemanden kennen, der vorgibt, verdammt reich zu sein, behauptet, die Nummer von George Clooney im Telefonbuch zu haben, den ganzen Tag labert und das in einer psychiatrischen Anstalt mitten in der Toscana. Was ist, wenn die andere schwer depressiv ist, sich das Leben neben will und alles von der Welt gesehen hat? Was ist, wenn sich zwei so Frauen kennenlernen, ausbüxen aus der Anstalt, weglaufen und das größte Abenteuer ihres Lebens damit beginnt? Nämlich die Suche nach dem Glück? Verrückt sein, nennen es wohl einige, klinischer Befund wohl andere Menschen. Beatrice (Valeria Bruni Tedeschi), eine Frau mittleren Alters gerät durch eine bipolare Störung auf die schiefe Bahn,…

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    [review] Meine Zeit mit Cèzanne

    Meine Zeit mit Cézanne ist ein Historienfilm, der die Geschichte rund um den berühmten Maler Paul Cézanne und dessen lebenslange Freundschaft mit Emile Zola nachzeichnet. Beide bereits in den Jugendjahren von Kunst, Liebe und Kultur beseelt, ziehen beide nach Paris, um ihre künstlerische Freiheit zu entfalten. Zola hat bald Erfolg und wird in vielen Kreisen sehr bekannt, Cézanne, egozentrisch und cholerisch, vergönnt ihm diesen Ruhm nicht. Gabriéle, eigentlich Alexandrine, steht zwischen Cézanne und Zola, heiratet dann aber den Schriftsteller und nicht den Maler. Dies lässt die Männerfreundschaft beben. Cézanne zieht sich immer weiter von Menschen zurück, bleibt in Aix-en-Provence. Die Zeit vergeht, geliebte Personen sterben und die Freundschaft verläuft in…

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    [review] Die Blumen von gestern.

    Totila Blumen ist Holocaust-Forscher. Und Nachfahre bekannter NS-Täter. Mit seiner Vergangenheit nie wirklich abgeschlossen, erforscht Totila die Vergangenheit seiner Vorfahren. Gebrochen mit seiner Familie, die gegenwärtig immer noch als nationalsozialistisch eingestuft werden kann, ist der berühmte Holocaust-Forscher überfordert mit seinem Leben. Wütend und inmitten seiner tiefsten Lebenskrise bekommt Totila die Forschungsassistentin Zazie zur Seite gestellt, welche ihre Großmutter in Auschwitz verloren hat. Dies nicht genug, versucht Totila einen Auschwitz-Kongress im Sinne seines verstorbenen Freundes Orkus nicht zu einem Medienevent verfallen zu lassen. Besonders brisant wird der Film erst, als sich Totila und Zazie näher kommen und durch ihre Forschung feststellen, dass Totilas Nazi-Großvater nicht nur mit Zazies Großmutter  gemeinsam das…

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    Review // Bauer unser

    Ein kritischer Blick wirft der Regisseur Robert Schabus auf die heimische Landwirtschaft. Bauern sollen schneller, ökonomischer und billiger produzieren. Der Film wirft die Frage nach dem Wert von Lebensmittel auf, die Patt-Situation zwischen dem Milchpreis und Mineralwasser, das teurer ist. Die Botschaft: So kann es nicht weitergehen. Heimische Bauern suchen ihr Heil in der Expansion ihrer Betriebe, ein Wettkampf um mehr Pachtgründe, mehr Technologie, mehr Gewinn. Aufhorchen lässt ein Bauer, der erzählt, dass er sogar etwas bezahlen muss, um seine Schweine liefern zu dürfen. Ein anderer wiederum spricht von einem glücklichen Leben der Hühner, wenn sie per 18 Stück auf einem Quadratmeter zusammen leben “dürfen”. Ein Interview mit Landwirtschaftsminister Andrä…

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    Review // Ungeheuer

    Einen Krimi in das Mittelalter verlegen? Geht! Martin, Ritter kommt zurück ins Mühlviertel zu seiner Familie. Der Herzog befiehlt Martin zwei Tagesritte entfernt ein Lehnswesen zu überwachen,  dessen Lehnsherr auf mysteriöse Art und Weise. Marx, der Dorfsprecher bringt Unruhe in das Dorf, Siegfried, selbsternannter Drachentöter, als auch der Pfarrer mischen ordentlich mit. Martin versucht aufzuklären, wer den grausamen und ungerechten Lehnsherren umgebracht hat, doch jeder Dorfbewohner hat ein Motiv.  Je mehr sich der Ritter einmischt, desto mehr droht ihm Gefahr, schließlich gibt es Ungeheuer…. Josef Lichtenberger, oberösterreichischer Regisseur, schuf den Film als Abschlussarbeit für seinen Bachelorstudium zum Thema Zeitbasierte und interaktive Medien an der Kunstuniversität Wien. 2014 startete Josef Lichtenberger…