Projekt [Parablüh]

#Goodbye Skye

Goodbye Skye ist das achte Gedicht in Cornelia Travniceks Lyrikband “Parablüh” und hat seinen Ausgangspunkt in Sylvia Plaths Gedicht “Departure”, also Abreise.

Beide Gedichte fallen durch einen sehr warmen, gutherzigen Ton auf. Besonders das Goodbye wirkt mehr als ein Ankommen, als denn ein Abschied. Mit dem Ankommen ist zu einem der Ort Skye gemeint, der wunderbar beschrieben wird, als auch das Ankommen bei einem anderen Menschen. Auch bei Plath ist eine zweite Person in dem Gedicht mit gemeint.

Die Gedichte unterscheiden sich bezüglich ihres Ortes – während das eine auf der Insel Skye spielt (die größte Insel der inneren Hebriden in der Nähe Schottlands), befasst sich das Gedicht von Plath mit einer Reise in den Süden, da viele malerische, mediterrane Beschreibungen gewählt wurden, wie etwa “fig on a fig tree”, “brickered porch tiles” oder “jut of ochreous rock”.

Besonders schön in Plaths Gedicht ist die Phrase “moon´s steel patina”, eine sehr schöne Beschreibung für die Oberfläche des Mondes, dass das Patinieren auf Naturgegenstände überträgt.

Meine Lieblingsverse in Cornelia Travniceks  Gedicht sind: “Kein Sturm zieht auf. Die Herde vorüber.” Auch hier sind viele Tiere mit in das Gedicht eingebaut – kein Wunder, da man davon ausgehen kann, dass in Skye mehr Tiere als Einwohner (nicht mal 10.000) leben.

Ein ganz gutes Bild finde ich, dass sich ein Gebäude an den Klippen festhält – ein menschlicher Zug im Gebäude, wahrhaft vorstellbar. Ich wäre sehr gespannt, wie dieses Gebäude tatsächlich ausgesehen hat, dass den Ausschlag für diesen Vers gegeben hat.

Am innigsten finde ich den Morgen, der in den letzten zwei Versen beschrieben wird. Ein Stück Tau auf der Haut, vom Meersalz gebildet, von einem Kuss aufgenommen.

Ein wunderschöner lyrischer Roadtrip.

 

Referenzen:

// Goodbye Skye. Parablüh. S. 18.

// Departure. The Collossus. S. 26 – 27. Hier online aufrufbar.