Allgemein,  Poetik

Wir wollen Meer.

Wenn wir ans Meer kommen,
dann lass uns schweigen,
Nicht von den Helden erzählen,
die wir lesen und nie sind.
Wenn wir laufen,
dann lass uns laufen,
durch den Sand der Vergangenheit,
müde werden wir nie.
Lass uns die Windmühlen zählen,
in die wir unser Leid jagen,
sie mahlen weiter,
wenn auch langsam.
Wenn wir Grashalme sehen,
so lass uns sie streifen
wie die Erinnerungen,
die wir miteinander teilen.
Wenn wir dann da liegen
und die Wolken zählen,
dann behutsamer,
als die Zählung uns´rer Fehler.
Wenn wir die Wellen spüren
lass sie uns spüren.
Es ist uns vertraut,
wenn es unsereins erschlägt.
Wenn wir das Salz riechen
und es die Wangen küsst,
dann lass uns lächeln,
Kummer tat keinem gut.
Wenn die Sonne versinkt,
sich dem Meer ergibt
Lass uns reden,
bis eins dem anderen vergibt.