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Liste, erweiterbar.

Liste, erweiterbar. Posted on 28. März 20181 Comment

Letzte Nacht haben M. und ich überlegt, welche Gefühle uns das Leben schöner machen, wir haben eine Liste erstellt, die ich niemanden vorenthalten mag, weil sie so klein und doch so groß ist. Sie hat in uns ein Gefühl von Zufriedenheit hinterlassen und wir sind recht glücklich und im Wissen darüber, dass unsere Top10 Gefühle-Liste beliebig erweiterbar ist, aber uns auch schon so recht glücklich macht, eingeschlafen. Das hier ist unsere Liste (nicht unbedingt in dieser Reihenfolge, M. wollte eine andere Reihung als ich und so haben wir schlussendlich jene genommen, die wir niedergeschrieben haben):

1 // Das Gefühl, das nichts wehtut

Ja, das ist ein verdammt gutes Gefühl. Dass man sich und seinen Körper zwar spürt, aber nur positiv. Der Rücken, der einmal nicht schmerzt, die Füße, die einmal nicht vom Gehen wehtun, die Verspannung im Nacken, die plötzlich auslässt. Das Wunder, dass der eigene Körper zu positivem Körperbewusstsein verhilft.

2 // Das Gefühl, wenn man gut gegessen hat und dann müde ist

Das rangiert bei uns beiden auf den ersten drei Plätzen. Wenn man gerade eine gute Pizza gegessen hat, oder zum Essen eingeladen wurde und wirklich hervorragend isst und dann nach dem Essen müde wird. Nicht soviel gegessen zu haben, dass einem schlecht ist, aber gut angegessen zu sein beschreibt das Gefühl auch ganz gut.  Ein Gefühl, das keiner von uns beiden missen möchte.

3// Das Gefühl, wenn man etwas Großes geschafft hat

Bei M. war das unlängst eine Prüfung, für die er nicht unbedingt viel gelernt hatte und dann eine Zwei bekommen hat. Bei mir die Nachricht, dass ich in einer weiteren Anthologie veröffentlicht werde. Ein nächster Schritt für den jeweiligen für uns und wieder etwas, dass man unbedingt schaffen wollte. Diese Erleichterung gepaart mit Freude darüber ist wirklich großartig.

4// Das Gefühl, wenn man gut gevögelt worden ist

Ja, natürlich unter unseren Top3-Favoriten. Das Gefühl danach, wenn man sich weniger ausgenutzt, noch benutzt fühlt, sondern einfach gut, weil man aufeinander eingegangen ist und das keine Ego-Nummer wurde. Weil man Spaß miteinander hat und sich gut aufgehoben bei dem jeweiligen anderen fühlt. Weil Vertrauen da ist und sich gegenseitig wirklich schätzt. Klar, dass das zu unseren Lieblingsgefühlen gehört.

5// Das Gefühl, wenn man im Grünen sitzt und Gras (betrachtet)…

Durchaus großartig, wenn die Sonne scheint, wenn man das Wetter genießen kann, im Grünen sitzt (wir am liebsten beim Theseus-Tempel, we gotta a thing with Mythology) und die Welt so sehen kann wie sie ist, nämlich ziemlich schön.

6// Das Gefühl, wenn man ein gutes Buch beendet hat…

Ja, wir als bibliophile Menschen lieben das tatsächlich sehr. Diese Heimkehr von einem Buch, wenn man so großartige Gedanken hat und zu träumen beginnt. Wenn man dem anderen davon erzählen kann und auf Hemingwayske Art und Weise die Tage und Nächte verbringt. Das ist so gut, das Gefühl wollen wir nicht missen.

7// Das Gefühl, wenn man sich in einer fremden Stadt treiben lässt…

… und den Kontrollverlust hautnah miterleben kann. Andere Menschen beobachten, neue Ecken und Gassen und Straßen kennenlernen, sich in Café oder in eine Bar sitzen und die neue Stadt auf einen wirken lassen (in meinem Fall: dann darüber schreiben). Gibt kein besseres in Gefühl mit Städten!

8// Das Gefühl, zu wissen, dass man nichts tun muss

Das Gefühl nichts tun zu müssen, weil man womöglich den ersten Tag Urlaub hat und man weiß, es folgen noch mehr, wo man bis auf Hausarbeit wirklich nichts zu tun hat, ist toll und super. Der erste Morgen, wo man länger schlafen kann und einen die Sonne womöglich auf der Nase kitzelt und weiß, dass man sich noch umdrehen kann. Schön ist das schon, das erste-Tag-Urlaub-Gefühl.

9// Das Gefühl, wenn man leicht angetrunken ist und die Welt okay ist

Nicht, dass wir Alkoholkonsum nicht kritisch sehen würden, aber so am Wochenende leicht angetrunken irgendwo sitzen und über Gott und die Welt diskutieren, lachen und Spaß haben und die Welt, über die wir uns von Montag bis Freitag so aufregen, einfach mal okay finden für den Moment. Glücklich dasitzen und lauter andere glückliche Menschen anblicken dürfen. Schönes Leben, schöne Welt.

10// Das Gefühl, sich schön und attraktiv zu finden

Muss man schon zugeben, ist manchmal schwierig, weil man häufig seinen eigenen Körper in Verbindung mit der eigenen Wertigkeit bringt. Aber dann gibts diese Tage, wo man sich echt okay findet und sich sogar ein bisschen schön. Das sind die Tage, an denen man sich einbildet, dass das Licht heute schöner ist und ideal zum Selfie machen. Das sind die Tage, an denen man Kleidungsstücke probiert, die man sonst nie anhaben würde. Das sind die Tage, an denen man Komplimente annehmen kann.

 

Welche Gefühle liebt ihr besonders? Es wäre großartig zu erfahren, was ihr ganz besonders mögt!

 

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