Posted in Projekt [Parablüh]

#Diwan

#Diwan Posted on 6. Juni 2017

Diwan ist das 10. Gedicht von Cornelia Travniceks Gedichteband “Parablüh” und hat seinen Ausgangspunkt im Gedicht Point Shirley.

Im Gedicht von Plath geht es um den Tod der Großmutter, und den Erinnerungen, die sie hinterlässt. Boston ist der Ort, an dem die Großmutter lebte und wohl Schwerstarbeit leistete. Die Großmutter wird hoch stilisiert, als Frau, die Probleme fernhält. Plath dürfte zu ihrer Großmutter ein besonderes Verhältnis gehabt haben.

Travnicek greift den Gedanken der Großmutter auf und wendet ihn an um den Großvater zu beschreiben.  Der Großvater verlor nach und nach seine Beine – wahrscheinlich durch eine Amputation. Eine Möglichkeit, das Leben halbwegs erträglich zu gestalten, war das Diwan – eine alte Bezeichnung für ein Sofa. Im harten Herzen eines Europas – als Europa während und nach dem Krieg verbrachte der Großvater viele Jahre invalid, ohne je wieder gehen zu können.

Der Großvater stirbt eines Tages, und holt sich die Rippen aus dem Brustkorb des lyrischen Ichs – ohne das Gerüst bricht das lyrische Ich zusammen, und doch ist es erleichtert – das Diwan nun frei, welches jahrzehntelang belagert wurde.

Diese Belagerung wurde in Römerstadt? Lateinischer Name? aufgegriffen. So könnte damit der Ort der ehemaligen römischen Legionsstadt Carnuntum gemeint sein.

Mit den vier Rädern, die den Großvater tragen, könnte der Sargwagen gemeint sein.

Referenzen

//Diwan. Parablüh. S.22 – 23

//Point Shirley. The collossus. S. 36 – 39

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