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Review // Ungeheuer

Review // Ungeheuer Posted on 30. Oktober 20161 Comment

Einen Krimi in das Mittelalter verlegen? Geht! Martin, Ritter kommt zurück ins Mühlviertel zu seiner Familie. Der Herzog befiehlt Martin zwei Tagesritte entfernt ein Lehnswesen zu überwachen,  dessen Lehnsherr auf mysteriöse Art und Weise. Marx, der Dorfsprecher bringt Unruhe in das Dorf, Siegfried, selbsternannter Drachentöter, als auch der Pfarrer mischen ordentlich mit. Martin versucht aufzuklären, wer den grausamen und ungerechten Lehnsherren umgebracht hat, doch jeder Dorfbewohner hat ein Motiv.  Je mehr sich der Ritter einmischt, desto mehr droht ihm Gefahr, schließlich gibt es Ungeheuer….

Josef Lichtenberger, oberösterreichischer Regisseur, schuf den Film als Abschlussarbeit für seinen Bachelorstudium zum Thema Zeitbasierte und interaktive Medien an der Kunstuniversität Wien. 2014 startete Josef Lichtenberger gemeinsam mit mit Filmemacher Maximilian Rottensteiner das Projekt und schrieb 1.5 Jahre am Drehbuch. Die Dreharbeiten für den Film waren über vier Wochen verteilt auf der Burg Kreuzen, der Ruine Windegg, im Erdstall Perg, in der Wolfsschlucht in Bad Kreuzen und im Keltendorf Mitterkirchen.

Josef Lichtenberger stand uns nach dem Film Rede und Antwort. Auf die Frage, warum der Film im Mittelalter spielt und nicht in die Gegenwart versetzt wurde, antwortete Josef damit, dass das Mittelalter sehr symbolbeladen ist und mehr von dem Sinngehalt des Filmes transportieren kann, als dies die Gegenwart könnte. Die Gegenwart ist den Menschen nicht so fremd, im Mittelalter kommt die Thematik besser zur Geltung.

Josef berichtete von den Schwierigkeiten in der Tonspur. Die moderne Welt machte es notwendig, die Tonspuren nochmals neu einzusprechen, einzuspielen und dann aus fünf Tonspuren neu zusammen zu schneiden. Besonders Mopeds und Traktoren störten bei der Aufnahme.  Josef zeigte sich sehr dankbar über die Hilfe und das Sponsoring. Ein Film in der Größenordnung wäre sonst nicht möglich gewesen.

Der Regisseur erzählt eine Geschichte mit geringem Budget, dass Fragen bezüglich Schichtzugehörigkeiten stellt, Religion in Symbolen erzählt und mit schönen Bildern des Waldes aufwarten kann.

Trotz kleinerer Filmfehler kann der Film nur als gelungenes Erstlingswerk gesehen werden, Ungeheuer sind uns näher als man denkt. Danke an Josef  nochmal für die Beantwortung der Fragen.

//Infos:

Bildnachweis.

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