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Ich bin zum Lesen schön.

Ich bin zum Lesen schön. Posted on 21. März 20151 Comment

Männer sind Arschlöcher. Ausnahmslos alle. Männer belästigen Frauen, beschimpfen sie andauernd und fangen mit Gleichberechtigung und Feminismus nichts an. Online trauen sie sich noch mehr und werden noch unverschämter. Als Frau kommt man ohnehin nie drüber hinweg, als Sexualobjekt betrachtet zu werden und egal, was Männer schreiben, sie machen es ja ohnehin nur, um Frauen ins Bett zu kriegen. Ganz wurst, wie hässlich sie sein mag. Sowas wie Mühe geben gibts auch nicht, Männer sind eh ganz selten charmant und überhaupt, als wären Männer irgendwann mal ehrlich, erstaunlich, dass sie das mit dem Ausmaß an Primitivität überhaupt schaffen. Stimmt das wirklich?

Eines Abends, in fröhlicher Runde, entstand die Idee, ein Bild darüber zu zeichnen, wie Männer Frauen im Internet kontaktieren. Muss man sich als Frau wirklich fürchten in der Welt des Internets? Wie patriarchalisch läuft es dort ab? Kurz und gut – schnell ein Profil ausgefüllt mit dem Text meiner Biographie, ein Link zu meinem Blog und sehen, was in den Kontaktaufnahmen so kommen würde, mit der Angst, dass sie durchaus negativ und mit vielen Beschimpfungen aufgrund meines Aussehens ausfallen würden. Nun 100 Tage Zeit, Nachrichten zu sammeln und sehen, was denn so kommt.

Hier ein Gegenwartsbild an Kontaktaufnahmen:

Kannst ziemlich gut mit Worten umgehen, Respekt! Schon mal überlegt was daraus zu machen? (Stefan, 27)

 

Your words really touched me inside and I truly believe them. (Lukas, 25)

 

But I wanna know if what you wrote in your texts is this your own writing? If,  it is amazingly beautiful and very impressive. (Thomas, 28)

 

So schön poetisch. Dürfen Gedanken nun auf und abhüpfen oder werden sie festgehalten? Und was mit den großen Weltphänomenen? Die kleinen haben schon so eine gute Lobby. (Markus, 33)

 

Schreibst du öfter Texte/Gedichte? Ich kann mir nicht vorstellen, dass du nur hier so kreativ wirst. (Bernhard, 25)

 

Du ordnest gerne Wörter aneinander, übereinander, nacheinander und untereinander – so das sie fließend und gemeinsam Sinn ergeben – beeinflusst von den täglichen kleinen Dingen des Lebens und der Welt um dich. Schreibst du Bücher? (Robin, 27)

 

Frühlingsgefühle – ach ja, vielleicht Liebe
Und dieses Jahr wird uns allen viel geben,
Lieben also – Liebe für das Leben…
aber ich war grad von deinem Text begeistert und wollte daran mal anknüpfen. (Thomas, 28)

 

Ich bin wortkarg and I’m a creep, I’m a weirdo. Ich mag deine wortarchitektonischen Bauwerke. Fernab von „I’m a freakin open minded person and I love my friendzzz and musicc…And my cat is my life“. Du schreibst wirklich verdammt gut. (Julian, 29)

 

Toller Blog, inspiriert mich, gibt mir Denkanstöße.
Bin in deine fließenden Wortströme versunken – Nur für den Moment – damit konnte ich mich identifizieren 🙂 Was hat dich geprägt? Warum schreibst du so wie du schreibst? Was hast du erlebt? (Dennis, 25)

 

Ich denke, ich finde die Gedichte ganz schön. (Hannes, 26)

 

Wovon man nicht sprechen kann, darüber muss man schweigen… Du wirkst ein bisschen wie aus einem Dostojewski Roman (das meine ich schon als Kompliment). Aber auch sinnlich und elegant, romantisch resignierend. (Lorenz, 30)

 

Mit Worten bist du offensichtlich wesentlich besser begabt als ich, ein wunderschönes Gedicht hast du. Ist schreiben eine Leidenschaft von dir? Eventuell sogar beruflich damit beschäftigt? (Markus, 24)

 

Hm, ich muss schon sagen, mit Wortarchitektur kennst du dich sehr gut aus 😉 Ist sehr angenehm das alles durchzulesen 🙂 Woran schreibst du denn, wenn du schreibst? Worte sind was Phantastisches, leider schätzen sie meines Erachtens zu wenige Leute, das sieht man nicht nur in dem Prozentsatz von Jugendlichen, die lesen. Für mich ist das Lesen etwas sehr wichtiges. Kein Fernseher kann so viel ausdrücken wie ein Buch es kann 😉 (Oliver, 27)

 

Ich find dich interessant, vieles von dem was du schreibst ist mir selber gut bekannt.
Würde dich gern näher kennenlesen. (Dominik, 24)

 

Irgendwo, irgendwann habe ich dein Werk betrachtet, es gelesen und studiert, mir Gedanken gemacht und Meinungen gebildet, mir Fragen gestellt und meist nicht doch immer öfter eine Antwort gegeben. Die Antworten sind nicht immer richtig, doch niemals sind sie falsch. (Robert, 22)

 

Dein Blog gefällt mir recht gut – Ich bin auch ein wenig an Poesie interessiert – und schreibe auch ab und zu mal ein Gedicht, wenn mir danach ist. 🙂 – Aber ich kann mit dem Post-modernen Ergüssen mancher Avantgarde-Künstler meist nicht allzu viel anfangen. (Martin, 24)

 

Sehr gut, machst du gerne bei Poetry Slams mit? Du schreibst so gut. (Tobias, 26)

 

Lieben also. Die kleinen Momente, Aufmerksamkeiten und im Äther des nonverbalen versteckte zwischenmenschliche Zärtlichkeiten, die die Realität erst erträglich gestalten.
Hast du lang genug gewartet, womit auch immer – mag ich es sein dem du deine Seele offenbarst. Die Arme bieten in denen du versinkst, in die du dich fallen lassen kannst. Und für all die Nuancen dazwischen.
Alles Liebe, Katka. (Patrick, 28)

 

Ich finde es toll, wie du die kleinen Dinge hervorhebst, das bauen einer Skyline, auch wenn es nur für einen Augenblick ist, sich Zeit für Staunen, Lachen und Liebe zu nehmen. (Martin, 31)

 

Schön wie du über Liebe geschrieben hast. Aber Liebe ist eine der großen Lebensfragen. (Philipp, 28)

 

So my friends say that I move too fast but I am going to go out on a limb here…will you marry me? You write the hell out of you. (Robert, 27)

 

Sehr schön literarisch bist du unterwegs, gefällt mir wie du das, was dir wichtig ist in Worte fasst, aber sag was hältst du davon etwas Abstand vom eigenen Sein zu nehmen? Schließlich sind die Momente, die schönen und kleinen Dinge, oder Gedanken nur halb so schön wenn man sie mit Niemanden teilt. (Manuel, 30)

 

Du scheinst ein sehr leidenschaftlicher Mensch zu sein, so rot wie deine Lippen, so großartig, wie dein Geschreibe. (Fabian, 30)

 

So if you like Before Sunrise why not spend a night together in Vienna, just wandering through the city? It seems that you can write as Jesse and think as Celine. (David, 29)

 

It seems that you have a preference for words and expression, which is something i admire. (Janis, 32)

Du scheinst gut mit Worten umgehen zu können. Ich habe davon zwar keine Ahnung, aber ich finde es schön. Ein paar habe ich gelesen – sie sind sehr schön. Nur warum sind die meisten eher negativ? (Dominik,24)

 

Zunächst mal, dass mich die ersten paar Zeilen deines Textes nicht langweilen und dass auch nicht nach 16 Zeilen in Klammern irgendein Autor genannt wird, sondern alles selbst formuliert wurde. Du kannst goldflüssig erzählen und es in eine kunstvolle Form gießen. (Andreas, 29)

 

Hey, schön find ich das mit der Wortarchitektur.Und dass du Glattauer magst. Was du aus Kafka ziehen kannst, darauf bin ich mal gespannt. Dass du viel über die Welt nachdenkst finde ich sympathisch. (David,25)

 

Ohne dich überrumpeln zu wollen… wie spontan bist Du denn? Lust eine Flasche Wein heute Abend gemeinsam zu köpfen? Falls wir einander dann doch nicht gut genug leiden können wir es ja beim Wein trinken belassen… ansonsten..lies mir deine Gedichte vor. (Arthur, 29)

 

Der Text ist so wunderschön und melancholisch zugleich, schreibst du öfters in deiner Freizeit? Ich wünschte mir würden solche Zeilen einfallen, aber ich bin im Schreiben überhaupt nicht gut… (Andreas, 28)

 

Männer sind nämlich Arschlöcher. Alle.

1 thought on “Ich bin zum Lesen schön.

  1. Tja. Wir Männer sind eben holprig. Schwerzüngig. Stolpern durch die Zufälle unserer Zuneigungen. Halbschüchtern, halbfrech, halbblöd. Aber manchmal sind wir auch einfach, klar und groß wie ein Bert (Brecht): „Liebe ist eine der großen Lebensfragen.“ (Nur das „großen“ müsste man streichen.)

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